Beetzendorf l Die Freiwillige Feuerwehr Winterfeld benötigt ein neues Hilfeleistungs-Löschgruppenfahrzeug (HLF). Im Vorjahr hat die Verbandsgemeinde (VG) Beetzendorf-Diesdorf einen Förderantrag dafür beim Land gestellt. Die Absage kam erst im Mai dieses Jahres.

„Dadurch verfügen wir über einen Haushaltsrest an Eigenmitteln in Höhe von knapp 200.000 Euro“, berichtete VG-Bürgermeister Michael Olms am Mittwoch während der Ordnungs- und Feuerschutz- ausschuss-Sitzung in Beetzendorf. Diese Summe könne aktiviert werden. „Das haben wir jetzt erst erfahren“, merkte er an. Die Verwaltung schlug vor, dieses Geld für die Feuerwehr einzusetzen, und zwar für den Kauf von fünf Mannschaftstransportwagen (MTW). „Das Durchschnittsalter liegt bei etwa 25 Jahren. Das älteste, das in der Wehr Abbendorf seinen Dienst tut, ist bereits 37 Jahre alt“, sagte er. Ziel sei es, dass künftig in jeder Mitgliedsgemeinde mindestens ein MTW stationiert werde. Derzeit gebe es diesen in Jübar nicht. Dort werde momentan ein Fahrzeug zum Transport von der Gemeinde angemietet, gegen eine Nutzungsgebühr.

Notwendige Ausstattung

„Wir wollen, dass die Kinder und Jugendlichen gesund zu Veranstaltungen und wieder nach Hause kommen. Da sind wir in der Pflicht, etwas zu tun“, erklärte Michael Olms. In manchen der älteren Fahrzeuge würde es beispielsweise noch keine Sicherheitsgurte geben. Auch die TÜV-Prüfungen seien nicht unproblematisch beim vorhandenen Fuhrpark.

Die Wehrleiter, regte der VG-Bürgermeister an, könnten sich zusammensetzen, um die Ausschreibungsunterlagen vorzubereiten. „Es geht um die notwendige Ausstattung“, betonte Michael Olms. „Das ist eine einmalige Chance, wenn der Verbandsgemeinderat die Anschaffung befürwortet. Es ist wichtig, den Kameraden zu zeigen, dass wir hinter ihnen stehen“, sagte Ausschuss-Vorsitzender Daniel Rieck.

VG-Wehrleiter Ronny Runge wies darauf hin, dass die meisten Mannschaftstransportwagen ein Vorleben hätten und damit einen immensen Kilometerstand. Fehlende Sicherheitsstandards seien ein Pro­blem. Deshalb sei der Austausch notwendig.

Über Bustransport nachdenken

„Das ist fast wie Ostern und Weihnachten auf einen Tag“, sagte Ausschussmitglied Udo Riechmann. Er wies darauf hin, dass über Jahre kleine Brötchen gebacken worden seien und jetzt eine Riesentorte geplant sei. Er fragte: „Sind fünf Autos auf einmal wirklich notwendig?“

„Ich finde die geplante Investition gut. Es ist eine gute Richtung für den Anfang“, merkte Ausschussmitglied Bert Juschus an. Er hoffe, dass der Verbandsgemeinderat das Vorhaben unterstütze. Allerdings löse das nicht das Transportproblem in der Beetzendorfer Wehr. „Beim jüngsten Wettkampf hatten wir 34 Kinder zu transportieren. Die passen da nicht rein“, sagte er. Vielleicht könne bei größeren Veranstaltungen ein Bus organisiert werden, regte Bert Juschus an.

Wenn die knapp 200.000 Euro für den Kauf von MTW genutzt werden, hat die Winterfelder Wehr keinen Nachteil. „Wir haben in diesem Jahr wieder Fördergelder beantragt und Eigenmittel eingestellt“, informierte Michael Olms.