Salzwedel l 420.000 Euro soll es kosten, das neue Löschfahrzeug (LF 10) für die Freiwillige Feuerwehr Langenapel. Im Haushaltsentwurf für das laufende Jahr ist diese Investition vorgesehen. Allerdings: Ein Sperrvermerk weist darauf hin, dass zunächst der Brandschutzbedarfsplan vorliegen muss. Vorher wird das Geld zurückgehalten. So hatte es der städtische Hauptausschuss beschlossen. Mit dem Feuerwehrkonzept sind derzeit Experten aus Köln beschäftigt. Sie schauen sich alle Feuerwehrgerätehäuser sowie die Ausrüstung und Einsatzbereitschaft der Brandbekämpfer in Salzwedel und den Ortsteilen an. „Alles kommt auf den Prüfstand“, hatte Bürgermeisterin Sabine Blümel angekündigt. Beim Stadtrat im März dankte das Stadtoberhaupt den Feuerwehrleuten für die Unterstützung der Kölner Experten.

Das Feuerwehrkonzept wird aller Voraussicht nach erst zum Ende des Jahres vorliegen. Der Brandschutzbedarfsplan ist zwingend erforderlich, um Fördermittel für den Kauf von Feuerwehrfahrzeugen und anderer Ausrüstung zu bekommen.

Im kommenden Jahr soll dann auch die Feuerwehr in Pretzier mit einem neuen Einsatzfahrzeug bedacht werden. 425.000 Euro sind für den Kauf eines Hilfeleistungsfahrzeugs (HLF 10) vorgesehen. 145.000 Euro davon soll das Land an Zuweisungen zuschießen. Ohne diese Fördermittel würde die Investition gestrichen werden, heißt es im Haushaltsentwurf.

Infrastruktur verbessern

2020 könnte dann die Salzwedeler Feuerwehr ein Tanklöschfahrzeug (TLF 4000) erhalten. Kostenpunkt: rund 400.000 Euro. Bereits in diesem Jahr können sich die Salzwedeler Brandbekämpfer über einen neuen Mannschaftstransportwagen (MTW) freuen. Dieser soll zirka 35.000 Euro kosten. Mannschaftstransportfahrzeuge erhalten auch die Freiwillige Feuerwehr Barnebeck im kommenden sowie die Seebener Wehr im Jahr 2020.

Die Kölner Experten werden mit der Fertigstellung des Brandschutzbedarfsplans Vorschläge zur Verbesserung der Feuerwehrstruktur und zu den Standorten unterbreiten. Besonders spannend dürfte die Einschätzung für die Klein Gerstedter Wehr werden. Dort gibt es seit Jahren Probleme mit dem Feuerwehrgerätehaus. Das Einsatzfahrzeug passt dort kaum rein. Links und rechts sind lediglich zwei Zentimeter Platz zu den Spiegeln.

Eine mögliche Stützpunktwehr in Klein Wieblitz war bei den Gerstedter Brandbekämpfern auf wenig Gegenliebe gestoßen.