Salzwedel l Die Sporthalle an der Amtsstraße in Salzwedel ist in die Jahre gekommen. Deshalb strebt der Kreis eine Sanierung an. Schon 2016 stand das Vorhaben im Haushalt. Geplant ist unter anderem eine energetische Verbesserung der Gebäudesubstanz. Diese Vorhaben können aus dem sogenannten Stark III-Programm gefördert werden. Weil auch umfangreich in die Förderschule für Lernbehinderte investiert werden musste und auch dafür Förderung und Eigenanteil erforderlich sind, ist das Vorhaben zwar geplant, aber bis in dieses Jahr verschoben worden.

Und die Planungen haben einen erheblichen Sanierungsbedarf von 1,6 Millionen Euro ergeben. So ist unter anderem eine Verstärkung der Dachkonstruktion erforderlich und ein kompletter Austausch der Fassade, es gibt Mängel bei der Barrierefreiheit und weitere bauliche Unzulänglichkeiten, wie im Kreis-Bauausschuss informiert wurde.

Deshalb ist eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angestellt worden und die hat ergeben, dass eine Sanierung wenig Sinn ergibt. Der Vorschlag lautet daher: Abriss und Neubau. Eine neue Halle würde rund 1,8 Millionen Euro kosten. Da sie auf dem Standort des Altbaus zu errichten wäre, kämen Abrisskosten hinzu. Kreis-Bauamtsleiter Andreas Freude rechnet insgesamt mit zwei Millionen Euro. Im Endeffekt sei diese Vorgehensweise nachhaltiger und ökonomischer, allerdings nicht über das Stark III-Programm förderfähig.

Förderquote 90 Prozent

Dass das Vorhaben dennoch Realität wird, dafür könnte das Investitionsfördergesetz des Bundes für den kommunalen Bereich sorgen, erklärte Landrat Michael Ziche. Sachsen-Anhalt erhalte in diesem Jahr insgesamt 116,4 Millionen Euro, auf den Altmarkkreis entfallen 2,9 Millionen Euro. Er gehe davon aus, dass der Neubau förderfähig ist. Nur gebe es bislang noch keine Richtlinie für eine Antragstellung. „Sobald sie durch ist, wollen wir das angehen“, erklärte der Landrat. Er rechne damit, dass das Papier Ende April / Anfang Mai in Kraft tritt. Die Förderquote betrage 90 Prozent, bei Stark III wären es 70 Prozent.

Im Ausschuss kamen Befürchtungen auf, dass es bei einem Abriss und Neubau zu starken Einschränkungen für den Sportunterricht und für Vereine kommen könnte. „Das wäre auch bei einer Sanierung so“, entgegnete der Bauamtsleiter. Denn für eine umfassende Renovierung müsste die Sportstätte ebenfalls länger gesperrt werden.

Wochentags ausgelastet

Die derzeitige Einfeldturnhalle ist 435 Quadratmeter groß. Sie wird wochentags in der Zeit von 7.30 bis 14.15 Uhr für den Schulsport von den Förderschulen „Pestalozzi“ (Lernbehinderte) und die „Unterm Regenbogen“ (Geistigbehinderte) genutzt. Vom Nachmittag bis in den Abend ist sie von montags bis freitags für den Vereinssport ausgelastet, unter anderem mit den Sportarten Gymnastik, Fußball und Volleyball. Außerdem übt dort die Fanfarengarde Salzwedel.