Arendsee l „Unser Förderverein versucht, das Jugendfilmcamp mit finanzieller Unterstützung und Manpower, also aktiver Tatkraft, voranzubringen“, erklärte Vereinsvorsitzender Uwe Walter. Im Moment sei das die wichtigste Aufgabe seit der Gründung des Fördervereins Filmstadt Arendsee Ende April. „Vor allem das Filmfestival am 9. September fordert uns“, wird er konkret. Flyer müssen entworfen und gedruckt werden, organisatorische Details abgesprochen und gesichert, der Ablauf festgelegt und Einladungen verschickt werden.

Arbeit auf breite Schultern verlagern

„Das sind Sachen, die nicht der Filmcampchef und YouVista-Geschäftsführer Norman Schenk allein auf dem Tisch haben sollte“, betont Walter. „Es ist unser Anliegen, die Arbeit möglichst auf breite Schultern zu verlagern, denn das Camp ist enorm gewachsen,“ fügt sein Stellvertreter Giovanni Zeitz hinzu.

Seien es 2016 noch sechs Fachbereiche gewesen, in denen Workshops stattfanden, sei die Zahl in diesem Jahr auf elf angewachsen. Mit 400 Teilnehmern sei eine Machbarkeitsgrenze erreicht. „Ich glaube, wir sind jetzt - im vierten Jahr - richtig hier in Arendsee angekommen, viele unserer Teilnehmer sind bereits zum zweiten oder dritten Mal mit dabei, damit konnte niemand rechnen,“ zieht Norman Schenk ein Zwischenfazit.

Kooperation mit vielen Partnern

Ganz wichtig sei aber, dass das Campleben sich nicht abschotte, sondern dass es in Kooperation mit vielen Partnern laufe, dass die Region einbezogen werde, meint Uwe Walter. Und Schenk bestätigt das: „Mit unserem neuen Filmstunt-Kurs haben wir in der Töbelmannhalle trainiert, der neue Maskenkurs hat im Integrationsdorf stattgefunden, mit der Grundschule haben wir eine Filmprojektwoche organisiert“, erinnert er. Die Kooperation mit dem Integrationsdorf solle weiter ausgebaut werden.

„Wir haben uns im Förderverein bereits über die Struktur und die nächsten Schritte verständigt, im Herbst wird es eine eigene Homepage geben, wir werden Infomaterialien drucken und verteilen. Jetzt im Sommer liegt aber der Schwerpunkt auf der Durchführung des Jugendfilmcamps“, macht Giovanni Zeitz klar.

Qualität vor Tempo

„Das Camp und mit ihm die auf Ganzjährigkeit angelegten Folgeprojekte werden sich Schritt für Schritt weiter entwickeln, Nachhaltigkeit war von Anfang an ein wichtiger Aspekt für unsere Arbeit,“ betont Schenk. Es komme dabei nicht auf Tempo an, sondern auf Qualität, ein kontinuierliches Wachstum und eine gute Vernetzung in der Region. „Unser Mittagessen liefert zum Beispiel jetzt das Gasthaus Schulz in Groß Garz, das sind zum großen Teil selbst erzeugte Produkte. Diesen Weg wollen wir unbedingt weiter gehen.“

Vom Förderverein wünsche er sich, dass er Engagement aus Arendsee und der Region, wie auch überregional zusammenführt, so Norman Schenk.

Außenwirkung über die Almark hinaus

„Wir sind inzwischen 20 Mitglieder - Arendseer ebenso wie Campteilnehmer, Dozenten und bekannte Größen aus Film und Fernsehen“, sagt Walter und bezieht sich auf VIPs wie die Schauspieler Claudia Schmutzler oder Tom Wlaschiha. „Denn wir streben auch Außenwirkung an, weit über die Grenzen der Altmark hinaus“, sagt er. Zum Campbergfest solle deren offizeller Vereinsbeitritt vollzogen werden. „Der Verein dient keinem Selbstzweck, sondern soll der Vision von der Filmstadt näher kommen.“

Wer Mitglied werden will, kann sich beim Vereinssitz im Filmcamp, Lindenstraße 42 in Arendsee oder unter der Telefonnummer 0160/849 04 58 melden.