Arendsee l Die Kinder- und Jugendspiele des Kreissportbundes (KSB) Altmark West genießen zwar bei den meisten Fußball-Nachwuchsteams der Region nicht den ganz großen Stellenwert, dennoch werden selbige noch immer als Pflichtveranstaltung geführt. Umso enttäuschender aus Sicht der Veranstalter war die Tatsache, dass sich am Sonnabend auf der Sportanlage des SV Arendsee nur sieben von insgesamt zwölf D-Junioren-Vertretungen einfanden.

 

„Der Termin steht seit dem 15. Juli fest. Von daher ist es schon traurig, dass fast die Hälfte der Mannschaften nicht erschienen ist. Dazu wundert es mich, dass der SV Eintracht Salzwedel aus drei Mannschaften nicht eine gemischte Truppe herschickt“, erklärte der Spiel- und Jugendausschussvorsitzende des Kreisfachverbandes (KFV) Altmark West, Axel Garz, der als Hauptorganisator und zugleich Schriftführer fungierte. So wurde im Modus „Jeder gegen Jeden“ in einer Spielzeit von einmal zwölf Minuten auf zwei Spielfeldern agiert. Als Schiedsrichter fungierten Thomas Kölle und Normen Schwotzer.

Sportlich drückte die Mannschaft der SG Letzlingen/Potzehne/Mieste dem Turnier ihren Stempel auf. Die Schützlinge von Trainer Uwe Pape, der als Vertreter des KSB zugleich auch die Siegerehrung vornahm und die Medaillen übergab, lieferten sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit der SG Diesdorf/Langenapel. Dieses wurde erst im letzten Duell entschieden, wobei die Letzlinger, Potzehner und Miester – beide Teams verbuchten elf Punkte – das bessere Torverhältnis aufwiesen und sich damit auch die Goldmedaillen sicherten. Dicht dahinter reihten sich der VfB 07 Klötze und der SV Winterfeld ein. Für die beiden Teams des gastgebenden SV Arendsee sowie den FC Jübar/Bornsen gab es indes wenig zu bestellen.

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Allerdings mussten Garz und Pape den Jübarern trotzdem ein Kompliment aussprechen. Zwar nicht ob ihrer sportlichen Ergebnisse, sondern aufgrund ihres Erscheinens. Der FC, bei dem Felix Starck an der Seitenlinie nach dem berufsbedingten Ausscheiden von Lauren Schneidewind ab sofort allein das Sagen hat, trat nämlich personell arg geschwächt an und musste die letzten Begegnungen sogar in Unterzahl bestreiten. Aufgrund der verständlicher Weise nachlassenden Kräfte traten die Jübarer zum letzten Duell gar nicht mehr an und überließen Letzlingen/Potzehne/Mieste kampflos die drei Punkte. „Dennoch können sich verschiedene andere Vereine ein Vorbild am FC nehmen“, erklärte Axel Garz. Der vermisste nicht nur die beiden Kreisklasse-Teams des SV Eintracht Salzwedel, sondern auch den VfL Kalbe/Milde, den TSV Adler Jahrstedt und den MTV Beetzendorf.

Auch wenn die Teams – wie auch im Spielbetrieb – auf verkleinertem Großfeld aktiv waren, fielen in den zwölf Minuten Spielzeit insgesamt doch eher wenige Treffer. 25 Mal ließen es die sieben Teams insgesamt klingeln. In 21 Partien sicherlich eine recht magere Ausbeute. Gleich sieben Begegnungen endeten torlos. Schnell war zu erahnen, dass es einen Vierkampf um die Goldmedaillen des KSB geben würde. Die SG Letzlingen/Potzehne/Mieste startete mit einem 0:0 gegen Klötze zwar noch verhalten, konnte dann aber das vorgezogene „Endspiel“ gegen Diesdorf/Langenapel mit 1:0 siegreich gestalten. Von diesen drei Zählern zehrte das Pape-Team auch im weiteren Turnierverlauf. Zwar gingen die Mannen aus dem Süden der Altmark gegen Arendsee II (0:1) sogar als Verlierer vom Platz und trennten sich von Winterfeld 1:1-remis, doch nach den beiden Abschlusssiegen gegen Arendsee I (1:0) und Jübar/Bornsen (3:0-Wertung) sah die Welt schon wieder ganz anders aus.

Dennoch war die Spielgemeinschaft aus Letzlingen, Potzehne und Mieste noch nicht durch. Es war noch einmal Hoffen und Bangen angesagt, denn im Abschlussmatch standen sich Klötze und Diesdorf/Langenapel gegenüber. Der Sieger hätte das Pape-Team noch überholen können. Da das Duell allerdings mit einem 1:1 endete, durften die Letzlinger, Potzehner und Miester jubeln. Sie hatten bei Punktgleichheit (beide elf Zähler) ein Gegentor weniger kassiert als die SG Diesdorf/Langenapel, die somit mit dem zweiten Platz leben musste.

Auf jeweils zehn Punkte kamen der VfB 07 Klötze und der SV Winterfeld. Da die Klötzer mit sieben Treffern die beste Offensive des Turniers stellten und die Winterfelder dagegen „nur“ zweimal erfolgreich waren, ging Bronze an den VfB.

Einen Dreikampf um Rang fünf lieferten sich die beiden Vertretungen des SV Arendsee sowie der FC Jübar/Bornsen. Alle drei Teams kamen in der Gesamtabrechnung auf vier Zähler. Zwar konnte Arendsees Erste kein einziges Tor erzielen, kassierte aber auch nur zwei Gegentreffer. Die „Remis-Könige“ von Trainer Mike Wenzel konnten sich somit immerhin den fünften Platz sichern. Arendsee II war einmal häufiger als Jübar/Bornsen erfolgreich und verwies das Starck-Team somit ans Tabellenende. Für den FC war dies kein Beinbruch, er konnte mit erhobenem Haupt die Heimreise antreten.

Ergebnisse

SV Arendsee I – SV Arendsee II 0:0

SG Letzlingen/P./M. – VfB 07 Klötze 0:0

SG Diesdorf/Lang. – FC Jübar/Bornsen 2:0

SV Winterfeld – SV Arendsee I 0:0

SV Arendsee II – VfB 07 Klötze 0:4

SG Letzlingen/P./M. – SG Diesdorf/Lang. 1:0

SV Arendsee I – FC Jübar/Bornsen 0:0

VfB 07 Klötze – SV Winterfeld 0:0

SV Arendsee II – SG Letzlingen/P./M. 1:0

SG Diesdorf/Lang. – SV Arendsee I 1:0

SV Winterfeld – SG Letzlingen/P./M. 1:1

FC Jübar/Bornsen – SV Arendsee II1:0

SV Arendsee I – VfB 07 Klötze 0:0

FC Jübar/Bornsen – SV Winterfeld 0:1

SV Arendsee II – SG Diesdorf/Lang. 1:2

SG Letzlingen/P./M. – SV Arendsee I 1:0

VfB 07 Klötze – FC Jübar/Bornsen 2:0

SG Diesdorf/Lang. – SV Winterfeld 0:0

FC Jübar/Bornsen – SG Letzlingen/P./M. 0:3

SV Winterfeld – SV Arendsee II 1:0

VfB 07 Klötze – SG Diesdorf/Langenapel 1:1

Endstand

1. SG Letzlingen/Potzehne/Mieste 6:2 / 11

2. SG Diesdorf/Langenapel 6:3 / 11

3. VfB 07 Klötze 7:1 / 10

4. SV Winterfeld 3:1 / 10

5. SV Arendsee I 0:2 / 4

6. SV Arendsee II 2:8 / 4

7. FC Jübar/Bornsen 1:8 / 4

Aufstellungen Aufstellungen Aufstellungen Auf

SV Arendsee I: Thiesies – Weiß, Zeihe, Manitzki, Proft, Lach, Hirsing, Bertkow, S. Schröter.

SV Arendsee II: Schulz – Krieger, Neils, Helle, Pieper, Steffens, Ph. Schröter, Hein.

VfB 07 Klötze: Wernecke – Didion, Hartung, J. Ast, Kempe, Gjuci, T. Ast, Hosseini, Jahn, Jeske, Sharifi, Sticherling.

FC Jübar/Bornsen: Frost – Funk, Schulz, Roloff, Lenz, Röbbig, Wolter.

SG Diesdorf/Langenapel: Fleischner – Lochmann, Wendt, Strauß, Prang, Bischof, Gerste, Struhs, Künstler, Brumm, Nier.

SG Letzlingen/Potzehne/Mieste: Arlt – Genau, Koch, Driemel, Niggemeyer, Voigtländer, Engler, Stange, Matthies, Gadau, Krökel, Römmer.

SV Winterfeld: Jensch – Altum, Plönnings, Packebusch, Mankowski, Döblitz, Burmeister, Hügel, Lembke, Zenker, Körber.