Schulabschluss

Heimatliche Gefühle bei der Verabschiedung von Abiturienten in Salzwedel

Keine Abschlussfahrt, die Mottowoche musste ausfallen, lernen von zu Hause und mit nur wenigen Jugendlichen im großen Schulgebäude: Die Abiturienten erlebten einen Abschluss mit viel Verzicht.

Von Christian Ziems
Ralf Hoppstock (von links) und Tobias Burggraf zeichneten unter anderem Lola Winkler und Cora Veronika Blank für besondere Leistungen aus.
Ralf Hoppstock (von links) und Tobias Burggraf zeichneten unter anderem Lola Winkler und Cora Veronika Blank für besondere Leistungen aus. Fotos: Christian Ziems

Salzwedel - So normal wie möglich wurde die Abitur-Entlassungsfeier 2021 des Salzwedeler Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums in der Mönchskirche am Sonnabend gefeiert. Doch nicht nur das Einteilen in zwei Durchgänge machte deutlich: In Pandemiezeiten bleibt weiter nur, aus den Einschränkungen das Beste zu machen. Und wie die Schülerinnen und Schüler deutlich machten, sei der Zusammenhalt im Jahrgang spürbar gestiegen. Die ging einher mit der abschließenden Aussage: „Wir haben es geschafft.“

Anstrengende zwölf Jahre liegen hinter den Abiturienten. 46 Schülerinnen und Schüler bekamen ihre Abiturzeugnisse, der Notendurchschnitt beträgt 2,21. Die Besten wurden zudem ausgezeichnet.

Die Leistungen aller Abiturienten könnten sich sehen lassen, wie Schulleiter Ralf Hoppstock betonte. Er ging in seiner Festansprache unter anderem auf Heimatgefühle ein und zitierte dabei aus einem Artikel der Volksstimme von 2019. Darin ging es um die Feststellung, dass junge Menschen mit Abitur oft die Altmark verlassen, um zu studieren. Das müssen sie in diesem Fall vielfach auch, für Zehntklässler gibt es eher die Möglichkeit, den beruflichen Weg in der Heimat einzuschlagen. Der Schulleiter ermutigte die jungen Menschen, die ihm zuhörten, ihre ganz persönlichen Erfahrungen in der Ferne zu sammeln. Wenn es dann aber darum geht, sich selbst zu verwirklichen, sollten sie wieder in die Altmark, ihre Heimat, zurückkehren. Mut, etwas Neues zu wagen, wünschte am Sonnabend auch der Oberstufenkoordinator Tobias Burggraf.

Mit Wissen zum gewünschten Ziel

Apropos Glückwünsche: Ralf Hoppstock nahm den Bestandteil Glück zum Anlass, diesen näher zu betrachten. Im Zusammenhang mit dem Schulabschluss könnte dieser bedeuten, er wäre ohne größeres Zutun der jungen Menschen erreicht worden. Aber: „Niemand verlässt sich auf sein Glück“, so der Schulleiter weiter. Er verwies zum Beispiel auf die Prüfungssituation, die gemeistert wurde. Abschließend brachte er folgenden Wunsch zum Ausdruck: Die Abiturienten mögen sich das Richtige wünschen, um glücklich zu sein.

An Sonnabend waren es die jungen Frauen und Männer auf jeden Fall. Dazu trug auch die musikalische Begleitung bei. Wiebke Hahn und Dirk-Peter Hahn bekamen dafür viel Applaus. Zudem gestalteten die Schüler Cora Blank, Loreen Eberhardt, Lucas Herting und Ferdinand Günther selbst einen kulturellen Programmpunkt.