Salzwedel l In Sachen Heiraten in der Hansestadt brachte das vergangene Jahr in Salzwedel einige Veränderungen. Das Standesamt ermöglichte den Ehepaaren aus der Region erstmals, zwei neue Orte für ihre Trauung auszuwählen.

Insgesamt 13 Paare machten von dem neuen Angebot gebrauch. Vor allem der Salzwedeler Märchenpark und Duftgarten zog die verliebten Altmärker in ihren Bann. Zehn Ehepaare tauschten dort, oftmals unter freiem Himmel, die Ringe. Außerdem wurde dreimal in der Mönchskirche der Bund fürs Leben geschlossen. Das Gros der Eheschließungen (95) fand allerdings wieder im Trauzimmer des historischen Rathauses statt. Daneben wurden zwei Ehen nachbeurkundet. Die Paare hatten sich in Thailand und in den USA vermählt.

Wie Bürgeramtsleiter Andreas Hensel im Gespräch mit der Volksstimme erklärte, äußerten einige Paare im vergangenen Jahr den Wunsch nach weiteren Trauorten. Dies sei allerdings nicht möglich. „Die Orte müssen ja auch gewidmet sein“, betonte Hensel.

Sommermonate gefragt

Ein Blick in die Statistik des Vorjahres zeigt deutlich, dass sich vor allem die Sommermonate bei Heiratswilligen der größten Beliebtheit erfreuen. Von 108 Paaren, die 2018 in Salzwedel die Ringe tauschten, heirateten im Mai und Juli jeweils 16, im Juni 18 und im August 15. Dagegen gaben sich im Januar nur ein und im Februar nur drei Paare das Ja-Wort.

Wie Andreas Hensel auf Anfrage der Volksstimme berichtete, seien weiterhin freitags und sonnabends die meisten Eheschließungen zu verzeichnen, „wobei mittlerweile auch immer häufiger an anderen Wochentagen geheiratet wird“.

Dass die Salzwedeler im Vorjahr auf besondere Daten eher weniger Wert gelegt haben, zeigte sich am 8. 8. 2018. An diesem Tag wurde im Gegensatz zu anderen Kommunen keine Ehe in der Hansestadt geschlossen. Andreas Hensel kann allerdings schon eine Terminvormerkung eines Paares für den 9. 9. 2019 nennen.

Vier Termine in der Mönchskirche

Auf besondere Orte können Heiratswillige in diesem Jahr aber wieder mehr wert legen. So bietet das Standesamt vier Termine in der Mönchskirche an, die im Bürgeramt erfragt werden können.

Ganzjährig kann zudem das Angebot im Märchenpark genutzt werden. Dort können die Paare aus den Trauorten im Bastelhaus, im Waldhaus (überdacht) sowie im weißen Traumgarten des Märchenparks oder in der Burg (Freiluft) wählen.

Mit der Kutsche zum Schloss

Für die Brautpaare nimmt sich das Team im Vorfeld der Trauungen genügend Zeit, um alle Absprachen für den Hochzeitstag zu treffen, erklärte Märchenpark-Chefin Cornelia Wiechmann auf Anfrage der Volksstimme. „Da werden alle Fragen und Wünsche abgeklärt“, sagte Wiechmann. Unter anderem auch, was geschehen soll, wenn der Tag der Trauung ein Regentag ist. „Da haben wir aber die Möglichkeit, schnell in das Bastel- oder Waldhaus auszuweichen“, berichtete die Geschäftsführerin des Märchenparkes. Ansonsten wird der Hochzeitsbereich im Park mit besonderen Schildern gekennzeichnet, ergänzte sie.

Das Gartengelände bietet für den Tag der Tage viel Freiraum. So konnte im vergangenen Jahr bereits ein Brautpaar mit einer Pferdekutsche direkt vom Märchenschloss abgeholt werden.