Salzwedel l Eine marode Flutlichtanlage aus DDR-Zeiten, der Zaun löchrig und im Sanitärbereich Stockflecken an der Decke: Das Werner-Seelenbinder-Stadion in Salzwedel ist an einigen Ecken und Kanten mächtig in die Jahre gekommen. Und das soll sich ändern.

Wenn es nach dem Willen der Stadt geht, soll noch in diesem Jahr nachgebessert werden. „Wir machen im Stadion weiter, auch wenn es keinen positiven Förderbescheid gab“, erklärt Hella Jesper vom städtischen Liegenschaftsamt bei einem Rundgang. Vorausgesetzt, der Stadtrat stimmt dem Haushaltsplanentwurf für 2019 zu.

16 Lampen an zwölf Masten

Teuerster Posten der kleinen Frischekur soll eine neue Flutlichtanlage auf dem mittleren Fußballplatz werden. „Da fallen die Lampen aus“, weiß Jesper. Diese sollen künftig mit moderner LED-Technik an neuen Masten strahlen. Die alten Bestonmasten stammen noch aus DDR-Zeiten. Damit verspricht sich die Stadt zum einen eine Kostenersparnis bei den laufenden Kosten, da die neue Technik wesentlich weniger Strom benötigt. Zum anderen soll der Platz einheitlich ausgeleuchtet werden. Hierfür hat die Verwaltung 85.000 Euro eingeplant. Wohlgemerkt geplant. „Dabei geht es auch immer um Lieferfristen und Ausschreibungen“, erinnert Jesper. Trotzdem: Ziel bleibt 2019, um im Herbst Trainings- oder Spielbetrieb bei Dunkelheit zu gewährleisten.

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Auch der marode Maschendrahtzaun soll noch 2019 weichen. Im Eingangsbereich steht bereits ein neues Tor, um Rettungskräften die Zufahrt zu erleichtern. Dafür musste das alte Kassenhäuschen weichen. Teile der neuen Zaunanlage wurden 2018 bereits gesetzt. Nun soll auch der Rest umzäunt werden. Denn: Der Maschendrahtzaun ist löchrig, einige Pfosten verbogen. „Dabei geht es auch um die Sicherheit“, macht die Verwaltungsmitarbeiterin klar. Die Kosten hate die Stadt mit 65.000 Euro beziffert.

Stockflecken an der Decke

Eine dritte Baustelle soll der Duschraum der Damen werden. Hier fehlt bis dato eine Abzugsanlage, um der Luftfeutigkeit Herr zu werden. Bei den Herren-Duschen, welche wesentlich stärker genutzt werden, hatte die Stadt schon 2018 nachgebessert. Stockflecken an den Decken im Duschraum und Flur machten den Schritt unumgänglich. Nun also bei den Damen. „Das wurde in zwei Bauabschnitten geplant“, meint Jesper. Bei Stadien sei es ähnlich wie bei Schulen, wo in den Ferien gewerkelt wird. Für die Abzugsanlage sind 22.500 geplant, weiß Hella Jesper. Summa summarum sollen demnach 172.500 Euro in die neue Technik investiert werden.

„Wir sind bemüht mit unseren wenigen Mitteln den freiwilligen Aufgaben gerecht zu werden“, sagt Hella Jesper. Daher seien kleine Schritte statt großer Sprünge angesagt. Denn: „Wir können uns ja unterm Strich auch nichts aus den Rippen schneiden.“