Salzwedel l Man kann das Coronavirus nicht sehen, nicht schmecken, nicht riechen – und trotzdem ist es da und allgegenwärtig. Auch die Kinder werden immer wieder damit konfrontiert. In den Salzwedeler Kitas Spatzennest und Max und Moritz haben sich mehrere Kinder daran versucht mit eigenen Worten zu beschreiben, was Corona und Begriffe wie Lockdown und Pandemie bedeuten könnten.

Sehr bildlich beschreibt Josephine Hebecker das Virus: „Corona ist ein rundes Wesen mit Stacheln. Das ist auf der Haut und winzig. Es steckt jeden an, wenn man keinen Mundschutz aufhat.“ Elisa Melzian hat eine ähnliches Bild von dem Virus: „Corona ist rund und hat Stacheln und macht die Leute krank.“

Auswirkungen sind auch Kindern bewusst

Dabei ist den Kindern auch bewusst, dass sich das Virus gerade durch Schmierinfektionen schnell verbreiten kann. Und was gegen ein Virus hilft, kann so schlecht nicht gegen Bakterien sein. So erklärt Mia Thunecke: „Wegen Corona darf man nicht so viel anfassen in Geschäften. Wenn sich nämlich ein anderer was angucken will, sind da die Bakterien.“ Aaron N. hat bereits mitbekommen, dass viele ungewollt Freizeit haben und betont deshalb, dass man „wegen Corona in den Zwangsurlaub“ muss. Ähnlich unzufrieden zeigt sich Mirijam St. und sagt: „Wegen Corona darf ich nicht zu Mama und Papa auf Arbeit.“

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Damit er wegen des Virus keine Maske tragen muss, enthüllt Luca H. (6) seinen Trick: „Wenn jemand wegen einer Maske fragt, sag ich, ich bin erst fünf, da muss ich nämlich noch keine tragen.“ Mit den Wörtern Lockdown oder Pandemie tun sich die Kinder dagegen schwerer. Dennoch haben die Kleinen kreative Antworten parat. So meint Lucas K.: „Bei der Pandemie müssen Leute weglaufen und nach Hause gehen.“ Zum sperrigen Begriff Lockdown hat Frieda W. eine ganz genaue Vorstellung: „Das ist, wenn man über das Internet Aufgaben bekommt oder sie von der Schule abholen muss.“

Nicht immer richtig, aber nah dran

Beim Thema Impfen trauen sich die Kinder dagegen wieder mehr zu sagen. Auch wenn es noch ein paar Missverständnisse gibt. So versichert Johanna Rieseberg: „Ich weiß was Impfen bedeutet: Das ist, wenn was blutet. Dann muss man ein Pflaster draufmachen.“ Auch Lina Lühmann glaubt, die Antwort zu wissen: „Beim Impfen bekommt man eine Spritze ins Bein oder so.“ Und weil auch zu Silvester viele Menschen zusammenkommen und das neue Jahr mit viel Alkohol und Feuerwerk feiern, prophezeit Arne F. bereits jetzt: „Silvester fällt dieses Jahr aus.“

Auch wenn nicht alle Antworten der Kinder ganz richtig waren, so ganz falsch lagen die Drei bis Sechsjährigen meist gar nicht. Auch an den Jüngsten Altmärkern geht diese besondere Zeit eben nicht unbemerkt vorbei.