Salzwedel l Unter dem Dach des „Eigenbetriebs Kindertagesstätten Salzwedel“ befinden 13 Einrichtungen, in denen die Stadt den jüngsten Einwohnern Plätze in Kindergarten, Kinderkrippe und Hort anbietet. Drei- bis Sechsjährige können sich in Kindergärten oder -tagesstätten spielerisch ihr „Rüstzeug“ für die Schule holen.

Am 1. Juli 1998 wurde der Eigenbetrieb gegründet, der sein 20-jähriges Bestehen feierte. Das sei eine mutige politische Entscheidung gewesen. „Wir sind besonders in unseren Rahmenbedingungen, in den pädagogischen Konzepten und besondere Menschen, die ihren Beruf als Berufung sehen“, rief Gensch den rund 200 Mitarbeitern beim Festabend im Schwarzen Adler zu. Und besonders nicht nur, weil täglich 1000 Windeln gewechselt, fünf Riesenpackungen Papiertaschentücher fürs Naseputzen benötigt, 600 Mittagsportionen, die manchmal auch unter den Tisch gehen, ausgegeben oder 50 Mal Hilfestellung bei Hausaufgaben geleistet werden müssen.

Deshalb stellen sich Eigenbetrieb und die rund 200 Mitarbeiter regelmäßig die Frage nach Zweckmäßigkeit, Wirtschaftlichkeit und Transparenz. Als Beispiel dafür nannte Gensch die zahlreichen Änderungen der gesetzlichen Grundlagen der Kinderbetreuung in der Vergangenheit.

Im August 2001 kamen die Horte hinzu. Ein bis dahin unbekanntes Arbeitsfeld, aber eine Bereicherung für den Eigenbetrieb. Und durch die Gebietsreform vergrößerte sich der Eigenbetrieb um Pretzier, Henningen und Seeben. In den vergangenen 20 Jahren mussten lediglich zwei Kitas geschlossen werden: „Sonnenkinder“ und „Dambeck“.

Mit Blick auf den Zustand der Gebäude sagte Gensch, „jede unserer Einrichtungen hat ihren eigenen Charme und ist baulich in einem soliden Zustand“. Aber auch die Spielplätze seien gut in Schuss und könnten sich sehen lassen. Trotz allem: „Es wird nicht langweilig“, bilanzierte Gensch. „Bei uns ist immer etwas los, wir sind in Bewegung“, sagte die Leiterin. Danach stellten Alexander Kossebau (Kindergarten Propstei), Veronika Keller (Seebenauer Dorfspatzen) und Lisa Hauf (KEZ Siebeneichen) ihre Kitas vor.

Bürgermeisterin Sabine Blümel sagte in ihrem Grußwort, dass es wichtig ist, „solche Einrichtungen zu erhalten und sie nicht in freie Trägerschaft zu geben“. Mit Blick auf die Sanierung der Kita Siebeneichen meinte sie, dass „wir das zusammen machen können, auch wenn es momentan keine Zuschüsse gibt“. Für die Zukunft müsse auch weiterhin Ziel bleiben, „bezahlbare Plätze anbieten zu können“. Es werde keine Erhöhung der Gebühren geben.