Salzwedel l Der Tierpark in Salzwedel wird gerade auch von jungen Eltern mit ihren Kindern zum Spaziergang oder Verweilen genutzt. Wenn die Sonne scheint, gehört die Einrichtung zu einer der am besten besuchten Anlagen im innerstädtischen Gebiet. Doch das gesamte Areal ist teils mächtig in die Jahre gekommen, weshalb die Hansestadt in ihrem Haushalt für 2020 Geld für Reparaturen eingestellt hat. Doch nur Reparaturarbeiten gehen den Linken um Gabriele Gruner und Ute Brunsch in Salzwedel nicht weit genug. Sie fordern nun ein Konzept für die Anlage.

„Einen Teil der im Haushalt 2020 eingestellten Mittel sollen nicht nur für dringend notwendige Reparaturen im Tierpark ausgegeben werden, sondern auch zur Erstellung eines mittelfristigen Konzepts für den Tierpark und die anliegenden Parkflächen genutzt werden“, fordern die beiden Frauen stellvertretend für die Ortsfraktion der Linken in Salzwedel in ihrem Antrag.

Bildung und Erholung

Der Tierpark der Hansestadt Salzwedel sei ein Ort der Erholung, aber eben auch der Bildung für die Salzwedeler und gerade auch ihre Kinder, heißt es weiter in dem Antrag. „Diesem Anspruch wird diese Einrichtung zurzeit nicht gerecht“, werden die Genossen deutlich.

Vielmehr sei seit Jahrzehnten nur Geld in die Bauten und Gehege geflossen, um die Schäden der Einrichtung zu beheben. Der letzte Neubau auf dem Gelände des Salzwedeler Tierparks sei Anfang der 1980er Jahre errichtet worden. „Ein Gesamtkonzept liegt nicht vor.“

Damit soll nach dem Willen der Linken nun Schluss sein. Sie fordern ein Gesamtkonzept und haben zum Inhalt auch konkrete Vorstellungen in ihrem Antrag formuliert. So sollen in dem zu erstellenden Konzept folgende Punkte erhalten sein: Zum einen die Auswahl der Tiere. Zudem sollen heimische Tierarten Vorrang haben. Wichtig: Im zweiten Punkt fordern die Genossen, dass alle Tiere artgerecht in Stallungen und Gehege untergebracht werden müssen. Die Informationen zu den Tieren, wie Herkunft und Lebensweise, soll auf Erläuterungstafeln gesorgt werden. Weiterhin sollen ausreichende Sitzmöglichkeiten und eine öffentliche Toilette installiert werden.

Park-Café und Wasserspielplatz

„Zu einem späteren Zeitpunkt stellen wir uns vor, den Tierpark und den vorhandenen Spielplatz an der Comeniusschule durch ein Park-Café, eine Wassertretanlage und einen Wasserspielplatz zu einer Erholungs-, Freizeit- und Kulturstätte zu ergänzen“, so die Linke.

Die Finanzierung solle durch die Stadt, Sponsoren, Spenden und Patenschaften der Einwohner realisiert werden.

Weitere Details will die Fraktion im Bauausschuss und Jugendausschuss mit den Mitgliedern thematisieren.