Salzwedel (za) l Die Polizei warnt vor einer neuen Masche, um an Kontodaten von Bankkunden zu gelangen. Dabei rufen Unbekannte überwiegend ältere Menschen an und geben sich als Mitarbeiter einer örtlichen Telefongesellschaft aus. Die älteren Menschen werden dabei in ein Gespräch verwickelt und merken meist nicht, dass sie dem unbekannten Anrufer am anderen Ende der Leitung in diesem Gespräch bereits unzählige Informationen zu ihrer Person preisgegeben haben.

Hintergrund ist der Fall einer 78-Jährigen, die den Anruf eines angeblichen Mitarbeiters einer Telefongesellschaft bekam. Über die Fragen der Zufriedenheit der Kundin mit ihrem Telefonanbieter kam man dann schnell zur Abfrage und dem Abgleich der Kontodaten. Zum Glück wurde die ältere Dame irgendwann stutzig und verweigerte weitere Informationen am Telefon. Daraufhin wurde das Telefonat beendet. Ein Rückruf bei der angezeigten Nummer ergab, dass diese nicht vergeben sei. Die Frau wendete sich an die Polizei und zeigte den Vorfall an.

Die Polizei warnt davor, persönliche Daten am Telefon preiszugeben. Auch der sogenannte Datenabgleich ist eine Masche, um an die Echtdaten der Angerufenen zu kommen. Deshalb sollte das Gespräch beendet und die Polizei informiert werden. Ist es bereits zur ungewollten Datenpreisgabe gekommen, sollten Betroffene zusätzlich bei ihrer Bank sofort die Konten sperren lassen.