Diese Künstler sind dabei

Giovani Carmello (Brasilien)

Franziska Eggelmann (Deutschland, Nachwuchsförderung)

Natascha Engst-Wrede (Deutschland)

Vincent Grahn (Deutschland)

Han Jinyu „Tingting“ (China)

Tsai-Hsia Juan (Taiwan)

Leen Kaldenberg (Niederlande)

Carolin Kern (Deutschland, Nachwuchsförderung)

Ann-Cathrin Knust (Deutschland, Nachwuchsförderung)

Inge-Rose Lippok (Deutschland)

Elina Malina (Lettland)

Tamar Melikishvili (Georgien)

Klaus Müller (Deutschland)

Michele Pero (Italien)

Andrey Rossi (Brasilien)

Lukasz Rudecki (Polen)

Alexandra Shcherbina (Russland)

Adel Swelim (Ägypten)

Yael Tiecher (Israel)

Hieke Veenstra (Nieder- lande)

Doris Weiß (Deutschland)

Lüben/Beetzendorf l „Schuld“ an der Werkstattwoche in Lüben ist eigentlich ein Westaltmärker: Der Künstler Klaus Finger, Kunstlehrer an der Beetzendorfer Erweiterten Oberschule, suchte nach der Öffnung der Grenze im Jahr 1989 den Kontakt zu Gleichgesinnten in der Bundesrepublik. Eine Unterstützerin fand er in Barbara Berger, der damaligen Vorsitzenden des Wittinger Kulturvereins. Geboren war der Gedanke, dass Künstler aus Ost und West zusammenarbeiten. Die erste Auflage gab es im Juli 1991 in Lüben.

Nun steht die 14. Auflage bevor, erstmals allerdings ohne Künstler mit altmärkischen Wurzeln, obwohl Bewerbungen vorlagen. „Eine unabhängige Jury hat über die Teilnehmer entschieden“, berichtet Doris Weiß, die dem Organisationsteam angehört. Die Mitglieder hätten 21 Künstler aus zwölf Ländern ausgewählt, die vom 21. bis 31. Juli kreativ sein werden. Diese würden in den künstlerischen Bereichen Malerei, Zeichnung, Fotografie, Bildhauerei und Graffiti tätig sein.

Schüler arbeiten mit Künstlern

Doch ganz ohne Altmärker wird die Werkstattwoche nicht bleiben. Denn am Schülertag, der im Jahr 2003 erstmals angeboten wurde, sind elf Schüler aus dem Beetzendorfer Gymnasium mit dabei. „Das Angebot gilt für den Nordkreis Gifhorn und die Altmark. Wir schreiben die Schulen immer an“, beschreibt Natascha Engst-Wrede vom Organisationsteam. Die Rückmeldungen aus dem Beetzendorfer Gymnasium seien immer zahlreich. „Jeder Künstler kümmert sich an dem Nachmittag um ein bis zwei Schüler. Das ist für beide Seiten fruchtbringend“, erklärt sie. Die Schüler müssten keine Vorkenntnisse mitbringen, sondern sich darauf einlassen, „ihr kreatives Potenzial“ herauszulocken. „Die Liebe zum kreativen Gestalten ist das Wichtigste“, macht Natascha Engst-Wrede deutlich. Einige der Schüler von einst seien jetzt in der Nachwuchsförderung dabei. Sie hätten durch die Werkstattwoche die ersten künstlerischen Schritte gemacht.

Wittingens Bürgermeister Karl Ridder lobt das Engagement der Lübener, die Gäste auf Zeit in den Familien aufzunehmen. Und auch die Unterstützung durch Sponsoren sei wichtig, damit das Künstlersymposium erfolgreich werde.

Das Dorf zieht mit

„Es macht schon Spaß, mit dem Trecker um die Ecke zu fahren und einen Künstler im Graben beim Arbeiten zu entdecken“, merkt Joachim Niemann, seit November 2016 Ortsvorsteher von Lüben, an. Das ganze Dorf freue sich auf die besonderen Gäste.

Die Werkstatt-Ausstellung wird am Sonnabend, 29. Juli, um 16 Uhr in der „Lübener Tenne“ eröffnet. Zu sehen sind die Arbeiten der Künstler, aber auch der teilnehmenden Schüler an dem Tag bis 22 Uhr, am Sonntag, 30. Juli, noch einmal von 10 bis 19 Uhr.