Salzwedel l Künftig sollen städtische Vereine einmal im Jahr für Feiern das Salzwedeler Kulturhaus zu einem deutlich vergünstigten Preis mieten können. Darauf verständigten sich die Mitglieder des Marketingausschusses während der Sitzung am Dienstagabend mit Bürgermeisterin Sabine Blümel.

Die Stadtchefin hatte zuvor abermals deutlich betont, dass die neuen Mietpreise für das städtische Veranstaltungszentrum bereits eine Preisminderung für Vereine beinhalten. Dies war den Ausschussmitgliedern auf Initiative von Peter Fernitz (CDU) allerdings nicht genug, sodass Blümel nach kurzer Diskussion einlenkte. Nun prüft die Verwaltung bis zur nächsten Ausschusssitzung, inwieweit der Tarif einmalig pro Jahr und Verein gesenkt werden kann.

Stundengenaue Abrechnung

Dass eine Erhöhung der Mietpreise für das Kulturhaus notwendig sei, um die Kulturstätte dauerhaft zu erhalten, bestätigten alle Mitglieder des Ausschusses. Dazu hatte die Verwaltung bereits Ende Mai einen Vorschlag vorgelegt (Volksstimme berichtete). Positiv fasste unter anderem Jost Fischer (Freie Fraktion) auf, dass mit Einführung der neuen Preistabelle eine stundengenaue Abrechnung möglich wird. „Das macht es attraktiver und gerechter“, meinte Fischer.

Peter Fernitz hatte die Diskussion damit eröffnet, dass er darauf hinwies, dass das Kulturhaus auch ab und an leer steht. „Auch dann kostet es Geld“, meinte der CDU-Fraktionsvorsitzende und regte an, in diesem Fall das Haus für interne Feiern an Vereine zu einem günstigen Pauschalpreis zu vermieten. Diesem Vorschlag schlossen sich im Verlauf der Sitzung auch Norbert Hundt (SPD), Jost Fischer und Dirk Jentschke (Bürgerbund) an.

Gabriele Gruner (Linke) brachte einen weiteren Vorschlag ins Spiel, dem Bürgermeisterin Sabine Blümel nur geringe Erfolgsaussichten bescheinigte. Gruner fragte nach, ob nicht ein Verein, der zum Beispiel einen Ball im Kulturhaus ausrichtet, im Gegenzug eine städtische Grünfläche pflegen könnte. „Die Arbeitsstunden könnte man dann verrechnen“, meinte Gruner. Die Stadtchefin versprach, dies in der Verwaltung prüfen zu lassen.

Auf Probe

Die Bürgermeisterin fasste die Diskussion später zusammen. „Wir werden uns Gedanken machen, wie wir diese Pauschale festlegen“, erklärte Blümel. Sie betonte anschließend, dass es dabei aber nur um Veranstaltungen gehen könne, mit denen die Vereine keine Einnahmen erzielen. Außerdem sollen Anfragen für kommerzielle Veranstaltungen weiter Vorrecht haben. „Wir probieren das zwei Jahre aus“, griff sie den Vorschlag von Peter Fernitz auf.

Wenn der Pauschalbetrag errechnet ist, soll die neue Miet- tabelle bei der nächsten Sitzung abgesegnet werden.