Salzwedel l Seit nunmehr 2013 gibt es das Kleinkunstfestival Wagen und Winnen im Altmarkkreis Salzwedel. Mittlerweile hat sich die Wochenendveranstaltung als feste Größe in der Region etabliert.

Das zeigte sich bereits eindrucksvoll bei der Auftaktveranstaltung im Café Frida in der Neuperverstraße am 7. September. In dem Café wurde schon 2013 von Heinrich Herbrügger und seinen Mitstreitern die erste Auflage umgesetzt. „Wir wollen auf kulturellen Wegen die Menschen zusammenbringen“, erklärte Herbrügger. Dieser Gedanke beflügelt das komplette Kleinkunstfestival – damals wie heute. In Salzwedel habe ihm eine Veranstaltung wie diese gefehlt. Wie die Kulturelle Landpartie im Wendland Wendland, setzt Herbrügger auf Kunst, Handwerk und Musik. Dass das Konzept bei den Gästen zieht, zeigte die große Resonanz.

Bürgermeisterin begeistert

Am Freitagabend füllte sich ziemlich zügig das Café Frida. Während im Inneren Fotografie und Kunst die Szenerie bestimmten, stand vor dem Café die Musik im Fokus. Zu Beginn brachte die Trommelgruppe „Takadimis“ die Gäste in Stimmung. „Wir spielen seit drei Jahren den Auftakt bei Wagen und Winnen“, sagte Torsten Urban, Kopf der Trommelgruppe.

Wagen und Winnen 2018

Salzwedel (ao) l Kunsthandwerk, Musik und viel Kultur: Das Kleinkunstfestival Wagen und Winnen lockte zahlreiche Gäste in den Altmarkkreis Salzwedel.

  • Die Technik des Buch- und Zeitungsdruck gab es bei Wagen und Winnen in Siedendolsleben. Foto: Alexander Rekow

    Die Technik des Buch- und Zeitungsdruck gab es bei Wagen und Winnen in Siedendolsleben. Foto: Ale...

  • Schmiedekunst in Siedendolsleben bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

    Schmiedekunst in Siedendolsleben bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

  • Bei Wagen und Winnen gab es im Altmarkkreis Salzwedel allerhand zu entdecken. Foto: Alexander Rekow

    Bei Wagen und Winnen gab es im Altmarkkreis Salzwedel allerhand zu entdecken. Foto: Alexander Rekow

  • Auch Pantomime gab es Wagen und Winnen zu bestaunen. Foto: Alexander Rekow

    Auch Pantomime gab es Wagen und Winnen zu bestaunen. Foto: Alexander Rekow

  • Bei Wagen und Winnen gab es im Altmarkkreis Salzwedel allerhand zu entdecken. Foto: Alexander Rekow

    Bei Wagen und Winnen gab es im Altmarkkreis Salzwedel allerhand zu entdecken. Foto: Alexander Rekow

  • Schmiedekunst in Siedendolsleben bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

    Schmiedekunst in Siedendolsleben bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

  • Die Gäste strömten zur Auftaktveranstaltung von Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

    Die Gäste strömten zur Auftaktveranstaltung von Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

  • Das Café Frida glänze mit bezaubernder Dekoration. Foto: Alexander Rekow

    Das Café Frida glänze mit bezaubernder Dekoration. Foto: Alexander Rekow

  • Schmiedekunst in Siedendolsleben bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

    Schmiedekunst in Siedendolsleben bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

  • Die Besucher von Wagen und Winnen hielten Momente mit ihren Smartphones fest. Foto: Alexander Rekow

    Die Besucher von Wagen und Winnen hielten Momente mit ihren Smartphones fest. Foto: Alexander Rekow

  • Matthias Berger präsentiert bei Wagen und Winnen in Siendendolsleben seine Druckerei mit historischen Geräten und Druckexemplaren. Foto: Alexander Rekow

    Matthias Berger präsentiert bei Wagen und Winnen in Siendendolsleben seine Druckerei mit his...

  • Auch Platz für Ruhe gab es  bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

    Auch Platz für Ruhe gab es bei Wagen und Winnen. Foto: Alexander Rekow

  • Siedendolsleben brauchte sich bei Wagen und Winnen nicht vor der Kulturellen Landpartie im Wendland verstecken. Foto: Alexander Rekow

    Siedendolsleben brauchte sich bei Wagen und Winnen nicht vor der Kulturellen Landpartie im Wendla...

  • Bei Wagen und Winnen gab es im Altmarkkreis Salzwedel allerhand zu entdecken. Foto: Alexander Rekow

    Bei Wagen und Winnen gab es im Altmarkkreis Salzwedel allerhand zu entdecken. Foto: Alexander Rekow

  • Auch das Handwerk der Schneider war bei Wagen und Winnen präsent. Foto: Alexander Rekow

    Auch das Handwerk der Schneider war bei Wagen und Winnen präsent. Foto: Alexander Rekow

  • Künstlerin Rita Köberlein aus Maxdorf in der Pfalz trifft Arne Beckmann in Maxdorf im Altmarkkreis. Foto: Alexander Rekow

    Künstlerin Rita Köberlein aus Maxdorf in der Pfalz trifft Arne Beckmann in Maxdorf im A...

  • Bei der Hansenbande konnten Gäste am Glücksrad drehen. Foto: Alexander Rekow

    Bei der Hansenbande konnten Gäste am Glücksrad drehen. Foto: Alexander Rekow

Wer es ruhiger mochte, hatte bei der anschließenden Pantomime seine Freude. Alles umrahmt von einer warmen Beleuchtung und Menschen in Gesprächen. Daran hatte auch Bürgermeisterin Sabine Blümel ihre Freude. Gerade die Lust, dass viele Menschen sich in dieser Form gesellschaftlich einbringen, schätzt die Bürgermeisterin: „Es ist so wunderbar vielfältig.“

Schnitzerei in Siendendolsleben

Besagte Vielfalt zeigte sich beispielsweise auch im Dorf Siedendolsleben. Auf dem wunderschön dekorierten Gehöft von Matthias Berger und Katrin Herrmann konnten die Besucher in die Welt des Buch- und Zeitungsdrucks abtauchen. Die beiden Neu-Altmärker sind 2008 aus der Großstadt in die Altmark gekommen, betreiben ihre Druckerei in dem Dorf. Gerade aber die historischen Geräte zogen die Gäste in den Bann. Matthias Berger nahm sich die Zeit, um die Funktionsweisen der Maschinen zu erläutern. Das macht er übrigens auf Nachfrage auch für Schulklassen.

Auf seinem Hof stellte auch Holzkünstler Enrico Genz seine Arbeiten aus. Mit seiner „Grünholzschnitzerei“ stellt er Haushaltswaren wie zum Beispiel Löffel her. Daneben konnten Besucher an einem weiteren Stand Näharbeiten bestaunen. Ein Büchertisch mit allerhand Lektüre und ein Kaffeewagen aus Kaulitz rundeten das Ambiente ab. „Das Prinzip ist, dass jeder was tut“, sagte Matthias Berger, der aus Hannover in die Altmark kam. Am Nachmittag sorgte die Freiwillige Feuerwehr für Kurzweil, ehe am Abend die Kapelle „Bass und Bürste“ zu ihren Instrumenten griff.

Pfalz und Altmark in Maxdorf vereint

„Maxdorf trifft Maxdorf“, dass war das Motto in dem kleinen Dörfchen bei Salzwedel. Hierzu ist Künstlerin Rita Köberlein aus Maxdorf in Rheinland-Pfalz ins altmärkische Maxdorf gekommen. „Ich bin über sieben Stunden gefahren“, erzählte sie. Während das westaltmärkische Maxdorf „nur“ 57 Einwohner zählt, leben im pfälzischen Maxdorf 750 Einwohner. Den Kontakt hatte sie über Arne Beckemann hergestellt. Mit ihrem „Künstlerkreis Maxdorf“ aus der Pfalz stellte sie Werke aus. Die Gäste nutzen das kulinarische Angebot, sahen sich die Malerei an und genossen die Musik aus der Drehorgel. Für Kinder stand eine Hüpfburg bereit. Dass Kunst Menschen verbindet, war an allen Orten zu sehen.