Salzwedel l Mehr Besucher, mehr Veranstaltungen: So fasst Achim Dehne die Bilanz für das fast abgelaufene Jahr im Salzwedeler Kunsthaus zusammen. Hatte die Einrichtung 2018 noch zu 32 Events eingeladen, waren es 2019 bereits 45. Das bedeutet auch, dass fast während des gesamten Jahres einmal die Woche im Kunsthaus irgendetwas passiert, das die Menschen in die ehemalige Mädchenschule lockt.

So wundert es nicht, dass Achim Dehne, Dietrich von Gruben, beide Mitglieder des Stiftungsvorstands zusammen mit Sabine Spangenberg, und Anne Schliephake – sie ist zuständig für Veranstaltungen und fungiert gleichzeitig als Assistentin des Stiftungsvorstandes – „sehr zufrieden sind, mit dem, was wir erreicht haben“. Dass dies allerdings mit viel Arbeit und Engagement verbunden ist, daraus macht das Trio in einem Gespräch mit der Volksstimme keinen Hehl.

Vor allem die Reihe „Musik im Dialog“ hat sich seit ihrer Premiere zu einem „echten Renner“ entwickelt. Diese Form der künstlerischen Unterhaltung hat inzwischen eine feste Fangemeinde. Kamen zu Beginn im Durchschnitt 30 Besucher, so stieg deren Zahl auf zwischen 70 und 80. Aber auch die Ausstellungen sind inzwischen fest im Programm etabliert und seien zu einem echten „Stadtevent“ geworden. Dazu erhalte jeder eine Einladung, sofern er im Kunsthaus seine Adresse angibt.

Natürlich gab es immer wieder Ereignisse, bei denen „wir anfangs skeptisch waren, ob sie vom Publikum angenommen“ sagt von Gruben. Beispielsweise das Flötenkonzert. Doch die Befürchtungen zerstreuten sich schnell, denn das „Konzert ist supergut gelaufen“.

Theatersparte soll ausgeweitet werden

Auch die Verbindung von Musik und Lesung scheint in Salzwedel zu funktionieren. Das habe eindrucksvoll der Clara-Schumann-Abend im September gezeigt. Deshalb kann sich Anne Schliephake vorstellen, diesen Bereich noch ein bisschen auszubauen. „Wir müssen immer wieder etwas Neues ausprobieren“, meint von Gruben. Nur so ließen sich letztlich die guten Besucherzahlen erreichen. Mit dazu beitragen soll auch die Theatersparte, die stärker ausgeprägt werden soll. Deshalb wolle man eine Kooperation mit dem Theater der Altmark in Stendal sowie mit der Freien Bühne Wendland eingehen.

Richtig gut lief der Auftritt von Claudia Lahmann, der gleichzeitig die erste Open-Air-Veranstaltung des Kunsthauses darstellte. Weil der Aufbau der Bühne und des Sonnensegels doch recht aufwendig ist, „möchten wir beides öfter nutzen“, sagt Dehne.

Apropos nutzen: Zufrieden ist Anne Schliephake mit der Auslastung der Aula. Schließlich hatten mehrere Veranstalter oder Firmen den Saal des Kunsthauses angemietet.

Doch nicht nur im künstlerischen Bereich geht es vorwärts. So konnte in diesem Jahr endlich die Beschattungsanlage für den Saal installiert werden, ebenso die Außenbeschriftung mit „Kunsthaus Salzwedel“. Allerdings leuchtet sie noch nicht. Doch die Verantwortlichen hoffen, dass sie noch vor der Adventszeit an den Strom angeschlossen wird. Beide Projekte schlugen mit rund 12 000 Euro zu Buche. Zudem haben die Arbeiten im Keller begonnen, denn die dort heimische Druckwerkstatt soll künftig noch mehr genutzt werden.