Arendsee l Bereits zum zweiten Mal haben zehn Pferdekutschen, darunter auch ein Vierspänner sowie ein Tandemgespann, am Sonnabend Arendsee besucht. Das Ganze fand im Rahmen eines Treffens der Interessengemeinschaft Zugpferde (IGZ) sowie der Kutschenfreunde im Ziemendorfer Pferde- und Freizeitparadies statt. Organisiert hatte die Veranstaltung der Brunauer Walter Heuer.

„Ich bin fast jedes Wochenende zu einem Treffen, Schaupflügen oder Ähnlichem. Schon seit längerem wollte ich ein solches Treffen mit Rundfahrt hier am Arendsee durchführen“, sagte der Organisator bei der Begrüßung auf dem Marktplatz. Die nahm aber nicht er selbst vor, sondern Bürgermeister Norman Klebe. Letzterer betonte, dass die Seestadt schon vor einigen Jahren als pferdefreundlich ausgezeichnet worden sei. Daher liege es nahe, die Gespannführer auch willkommen zu heißen.

Schöne Landschaft, wenig Verkehr

Sie machten sich dann im Abstand von fünf Minuten zu einer etwa 20 Kilometer langen Rundfahrt auf, die sie von Ziemendorf über Arendsee, Kaulitz und entlang der ehemaligen Grenze und schließlich zurück nach Ziemendorf führte, wo es zum Abschluss ein gemütliches Beisamensein gab.

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„Die Landschaft hier ist sehr schön und auf dem Rundkurs fährt man nicht so über belebte Straßen mit viel Autoverkehr“, freute sich Dietrich Fehse. Er machte diese Tour gemeinsam mit seinem Freund Wolfram Kiefer aus Aschersleben. „Ich habe die Kutsche gestellt und Wolfram die Pferde. So können wir beide an der Rundfahrt teilnehmen“, berichtete er.

Da die Tour nicht nach Zeit oder Wertungspunkten absolviert wurde, war sie für alle Teilnehmer sehr entspannend. Auf der Hälfte der Strecke wurde am Waldesrand das Mittagbrot gereicht. Es gab leckeres Gulasch.

Zur Vorstellung der einzelnen Gespanne auf dem Marktplatz hatte Andy Thielitz zuvor eine Mikrofonanlage aufgebaut, sodass die Besucher die einzelnen Gefährte kennenlernen konnten. Auch der kleine Karl Seifert sowie Lucie Walter hatten keine Angst und wollten die Pferde gern einmal aus der Nähe sehen und auch streicheln. Besonders die Ponys von Gerhard Schierig waren bei den Kindern sehr beliebt und Lucie traute sich sogar an der Hand von Mutti Kathrin, auf einem Shetland Pony Platz zu nehmen. Den kleinen Tieren würde die 20-Kilometer-Kutschfahrt nicht viel ausmachen. Wie Gerhard Schierig berichtete, hätten sie sogar schon als Vierergespann an Marathon-Distanzen teilgenommen.

Wie Walter Heuer beim abschließenden geselligem Beisammensein in Ziemendorf betonte, möchte er gern dieses Treffen der Gespanne im kommenden Jahr im Mai wiederholen. Dazu lädt er jetzt schon einmal alle Kutschenfreunde und Neugierigen ein.