Salzwedel/Hettstedt l Die 21 Mitglieder und ihre Begleiter waren ziemlich aufgeregt. Kann das funktionieren – nach 22 Jahren ohne Beteiligung an der Landesmeisterschaft aufs Treppchen? Es kann! Die Fanfarengarde Salzwedel hat die Sensation geschafft und darf sich nun Landesmeister 2019 nennen.

16 Züge haben sich gemessen

Es war die 28. Landesmeisterschaft der Spielleute Sachsen-Anhalt in Hettstedt im Mansfeld-Südharz, bei der die Salzwedeler ihr Können unter Beweis stellten. Und vorweg: Mit dreimal trommeln und einmal tuten führt kein Weg zur Medaille. Maria Ohk, die Vorsitzende der Fanfarengarde Salzwedel, erklärt den Wettkampf: Insgesamt hatten sich 16 Spielmanns- und Fanfarenzüge aus ganz Sachsen-Anhalt in verschiedenen Kategorien gemessen.

Als erstes stand der „Einmarsch in Marschformation mit Uniformierung in Konzertaufstellung mit insgesamt drei Titeln im Stand“ auf dem Wettkampfprogramm.

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Auftritt mit Shirts in Salzwedeler Farben

Natürlich kein Fanfarenzug ohne Bewegung, daher mussten die Hansestädter im Anschluss einen Titel in Marschbewegung mit dem sogenannten Linksumlauf spielen. Die Richtung und Startreihenfolge wurde ihnen vor Beginn zugelost. Das Ganze absolvierten sie in den Farben der Stadt, sprich weiß-rot. „Wir haben uns eigens für die Landesmeisterschaft T-Shirt angefertigt, um den Zusammenhalt zu stärken“, sagt Maria Ohk. Es sollte sich bezahlt machen. Der Zusammenhalt stimmte und die Töne saßen.

„Das anstrengende Training hat sich am Ende gelohnt“, freut sich Ohk. Die Salzwedeler erspielten sich in den neuen Leibchen 42,13 Punkt – das bedeutete den ersten Platz im Bereich der Fanfarenzüge. Die Punkte setzten sich unterm Strich aus drei Hauptpunkten zusammen: Schlagwerk, Fanfaren und Bewegung samt Technik. Obendrauf konnten noch Punkte für den Schwierigkeitsgrad des Stücks erspielt werden.

Nun ist die Freude bei den Salzwedelern riesig. „Als Belohnung gab es einen Pokal und für jeden eine Goldmedaille“, erzählt die Vorsitzende.

Titel verteidigen

Ausruhen wollen sich 21 Mitglieder im Alter zwischen zehn und 42 Jahren auf ihren frisch errungenen Landesmeistertiel allerdings nicht. „Ziel ist es, den Titel im kommenden Jahr zu verteidigen“, gibt sich Maria Ohk kämpferisch.