Salzwedel l Bereits zum 9. Mal fand in diesem Jahr deutschlandweit der Maus-Türöffner-Tag statt. Initiert von der „Sendung mit der Maus“, deren Sachgeschichten vielen Kindern im ARD-Fernsehen immer wieder spannende Einblicke bieten. Erstmals gab es am Tag der Deutschen Einheit auch in Salzwedel das kostenlose Angebot für Kinder, hinter Türen zu schauen, die normalerweise verborgen bleiben.

„Ich bin seit Jahren ein Fan der Sendung“, gestand Pfarrerin Annette von Biela, die am Donnerstag (3. Oktober) zwei besondere Türen in der Marienkirche für rund 20 Mädchen und Jungen mit ihren Eltern öffnete. Biela, als Maus verkleidet, hatte sich dazu Roland J. Dyck als Unterstützung geholt. Der Kantor war dafür in das Kostüm des kleinen blauen Elefanten geschlüpft. Beiden war die Freude über diese besondere Aktion sichtbar anzumerken.

In die Orgel geschaut

„Die Kirche ist häufig geöffnet“, sagte die Pfarrerin mit Blick auf die täglichen Öffnungszeiten, „doch es gibt auch Türen, die nicht immer offen sind.“ So ging es für die Gruppe zunächst auf die Empore zur Orgel der Marienkirche.

„Sie hat insgesamt 4146 Pfeifen“, erklärte Roland J. Dyck seinen interessierten Zuhörern. Doch die sichtbaren Pfeifen, so erklärte der Kantor, erklingen während Konzerten oder Gottesdiensten gar nicht mehr. So führte Dyck die Besucher durch eine kleine Tür in das Innere des gewaltigen Musikinstrumentes. Da musste manch ein Erwachsener sicherheitshalber den Kopf einziehen.

Gut eineinhalb Stunden nahm sich das Salzwedeler Duo Zeit für die Gäste, die auch eine längere Anreise für die Aktion in Kauf genommen hatten. So war Martin Schafföner mit seinen Kindern Helena (7) und Jakob (6) extra aus Genthin angereist. „Wir haben uns das schon immer mal vorgenommen“, berichtete der Vater.

Nach der Orgelbesichtigung ging es noch hoch hinaus. Dazu öffnete sich die Tür zum Turm der Marienkirche, sodass alle über die Dächer Salzwedels blicken konnten.