Arendsee l Es ist Dienstagmittag im Kindererholungszentrum (KiEZ) Arendsee. Ein Teil der Mädchen und Jungen, die am Projekt „Musik is everywhere – Musik ist überall“ teilnehmen, sitzt gelassen vor den Bungalows im „Birkenwald“. Ein anderer Teil probt mit Gitarren, Schlagzeug, Rhythmusinstrumenten und am Keyboard im Tonstudio im Altmarkhaus. Daneben stehen die Feriengruppen Schlange am Speisesaal.

Projektleiter Sebastian Dobras vom Salzwedeler Mehrgenerationenhaus ruft auch den Rest seiner Kinder noch in den Probenkeller, um sie alle auf ein Erinnerungsfoto für die Volksstimme zu bekommen. „Von den 14 sind heute nur 12 da – ein Geburtstagskind hat einen freien Tag, unser mit fast 17 Jahren Ältester hat Fahrschule“, erklärt er.

Auftakt 2016

Aber mitgewirkt haben sie alle 14 an der Hörspiel-CD, die heute in ihre finale Fertigstellungsphase geht. Auftakt war schon 2016, ebenfalls im KiEZ. „Danach haben wir uns regelmäßig getroffen, um das Vorhaben weiter zu verfolgen“, so Sebastian Dobras.

Bilder

Hörspiel entsteht

Es entsteht ein Hörspiel, in dem das eingangs erwähnte Motto omnipräsent ist. „Die Welt ist groß, und wir sind klein, doch wir sind bunt und nicht allein“, singt die achtjährige Elisa Sophie Frenzel während des Pressegesprächs spontan ein Stück des Titelsongs.

Und Dobras bestätigt die Idee hinter dem Song und dem Projekttitel: „Wir wollen das Wir-Gefühl fördern und den Teilnehmern klarmachen, dass sie sich nicht mit unbefriedigenden Situationen zufrieden geben sollen“, betont er. Das bedeute auch, dass alle kostenlos professionellen Musikunterricht bekommen – und zwar in der Gruppe.

Bundesministerium förderte Projekt

Konkret geht es in der Geschichte um Tom, der Notenlernen langweilig findet und lieber richtig Musik machen will. „Im Traum davon macht er Musik mit Tieren – dem Eisbären Yoko, der Piratenkatze Günter und dem Hund Rudi“, setzt der elfjährige Niclas Wiegand die Geschichte fort. Das passt der Eiskönigin nicht, die sich in ihrem Youtube-Kanal gestört fühlt. „Am Ende wird sie bekehrt und singt selbst mit“, fasst Dobras zusammen.

Die produzierte CD dürfe jeder mit nach Hause nehmen. Das sei auch durch die Förderung des Vorhabens, das bereits seit 2014 läuft, durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung möglich. Und natürlich die Kooperation zwischen Mehrgenerationenhaus – Sebastian Dobras –, der Kreismusikschule – Karl Kindermann und Melissa Schiller – sowie der Aktion Musik – Marvin Heine – möglich.