Bornsen l „Wir haben ja nichts dagegen, dass die Jugendlichen hier feiern. Aber sie sollten dann auch alles ordentlich verlassen und ihre Reste mitnehmen“: Das wünscht sich Liesel Mikoleit-Stegemann, die seit etwa acht Jahren für das Dorfgemeinschaftshaus in Bornsen verantwortlich ist. Dieses werde gut angenommen und oft vermietet.

In jüngster Zeit nehme jedoch der Vandalismus über Nacht wieder zu. Das hätten Anwohner bemerkt, die kaum schlafen können, weil so laut im Freien gefeiert werde.

Feiern ja, aber aufräumen

Liesel Mikoleit-Stegemann hat bei ihrer Stippvisite wieder viele Hinterlassenschaften entdeckt, die da nicht hingehören: Eine leere Schnapsflasche lag neben dem Papierkorb. Zigarettenkippen waren nicht nur unterm Tisch verteilt. Leere Becher und Schachteln blieben auf dem Tisch zurück. Getränke waren verkippt, die die Oberfläche verklebten. Ins Holz der Terrassentische waren Muster eingeritzt. Und ein Teil des Eingangstores war regelrecht abgerissen. „Ich sehe nicht ein, dass ich den Dreck wegräumen muss. Das sollten diejenigen schon selbst tun“, merkt die Bornsenerin an.

„Wir versuchen, den Ort schmuck zu halten. Und dann passiert sowas immer wieder über Nacht“, kritisiert Ratsmitglied Henning Stegemann. Er erinnert sich an eine Generation, die auch solche Zerstörungswut an den Tag gelegt habe. „Als alle bekannt waren, mussten sie Arbeitsstunden leisten“, sagt er.

Wenn die jetzigen Verursacher feststehen, dann wäre das auch eine geeignete Maßnahme. Er wolle sich an die Polizei wenden. Schließlich sei Sachbeschädigung kein Kavaliersdelikt.