Vienau l Der Aufenthalt in der erwachenden Natur, dazu interessante Informationen und die Gelegenheit, Menschen zu treffen, die man schon lange nicht mehr gesehen hat: Das ist wohl die Motivation vieler Menschen, immer wieder am Karfreitag nach Vienau zur Wanderung zu kommen. Viele sind sozusagen Wiederholungstäter. „Drei Mal auf jeden Fall“, beantwortet Margitta Fehse aus Arendsee die Frage, wie oft sie schon mitgewandert ist. Katrin Fahrenkamp aus Mehrin kann ihre Teilnahmen schon nicht mehr zählen, und auch Petra und Lisa Schulz, ebenfalls aus Mehrin, waren schon mehrfach dabei. Das Angebot der Nabu-Fachgruppe um Michael Arens hat auch Ute Harz aus der Hansestadt Stralsund überzeugt, die zum zweiten Mal mitwanderte.

Eine doppelte Premiere war die Veranstaltung für Pfarrer Johannes Michael Bönecke: Nicht nur, dass er zum ersten Mal in der Vienauer Kirche eine Andacht hielt. Er war auch der erste Pfarrer, der im Gotteshaus nach dessen Sanierung predigte.

Vienau - ein Weindorf

Vom Start bis zum Ziel am Kulturhaus Zu den sieben Quellen erfuhren die Teilnehmer viel Wissenswertes: etwa dass der Ortsname Vienau Weindorf bedeutet und es dort tatsächlich einen Weinberg gab. Förster Lothar Büst zog eine Bilanz der Sturmschäden und gab Tipps für die Aufarbeitung des Schadholzes, vor allem über den Zeitplan, um dem Borkenkäferbefall zuvorzukommen.

Bilder

Michael Arens warf angesichts der Planungen für eine 110 kV-Leitung einen eher düsteren Blick in die Zukunft. Steffen Fromm berichtete über die früher übliche Methode, den Wildschweinbestand zu dezimieren.

Überraschungen

Am Ende der Wanderung stand der Osterhase mit der mit kleinen Überraschungen gefüllten Kiepe parat. Im Kulturhaus hatten Jäger eine Ausstellung und ein Wissenquiz vorbereitet. Die Vienauer Organisatoren konnten erneut auf ihre Partner Tourismusverein Kalbe, Reitverein Dammkrug Güssefeld und Hegegemeinschaft Rund um den Dolchauer Berg zählen.