Salzwedel l Jede Baumaßnahme ist mit einem Eingriff in den Naturhaushalt verbunden. Der Neubau der Brücke am Salzwedeler Ortsausgang Richtung Böddenstedt stellt da keine Ausnahme dar. Einige Salzwedeler sorgen sich um das Biotop, das die Dumme in diesem Bereich darstellt, wie sie gegenüber der Volksstimme deutlich machten. Zumal die Tätigkeiten dort einen längeren Zeitraum in Anspruch nehmen.

Ökologische Baubegelitung

Die Baustelle werde von einer ökologischen Baubegleitung überwacht, um ein organisiertes und schonendes Arbeiten zu gewährleisten, erklärt Kreissprecherin Birgit Eurich auf Anfrage. Wenn die Baumaschinen wieder abgerückt sind, gibt es einige Neuheiten für die Tiere, die im Umfeld des Bauwerks leben. Weil Fischotter nicht unter Brücken hindurch schwimmen und lieber den Landweg über die Straße nehmen, können sie leicht Opfer des Straßenverkehrs werden. Deshalb werden unter der Brücke für sie Laufwege gebaut – so geannte Otterbermen. Die Fische erhalten neue Laichplätze, indem die Gewässersohle mit einem besonderem Substrat erneuert wird. Das Pflanzen von zehn Winterlinden an der Straße bei Steinitz soll einen ökologischer Ausgleich zum zusätzlichen Versiegeln von Flächen schaffen.

Wenn Boden verdichtet werden muss, erfolge das auf so wenig Fläche wie möglich, um Schäden an der vorhandenen Vegetationen auf ein Minimum einzugrenzen. Zudem werde es vermieden, von der Baumaßnahme unberührte Flächen zu betreten und zu befahren, so dass Rückzugs- und Versteckbereiche für fliehende Tiere verbleiben, erklärt sie weiter.

Der ausschließliche Einsatz von gewarteten Maschinen, die keine Schmier- oder Triebmittel verlieren, und das fachgerechte Aufnehmen und Entsorgen von Abfällen sei ebenfalls gewährleistet. Material werde nur auf versiegelten Flächen gelagert und wassergefährdende Stoffe nicht verendet.