Salzwedel l Die neue Brücke über die Dumme in Salzwedel am Ortsausgang in Richtung Böddenstedt wird erheblich teurer, als ursprünglich geplant. Dem Bauwerk im Verlauf der Kreisstraße 1376 galt die erste Beschlussvorlage im Kreisausschuss der neuen Wahlperiode. Dessen Mitglieder beschlossen eine außerplanmäßige Ausgabe in Höhe von rund 250.000 Euro.

Wie Bauamtsleiter Andreas Freude in der Sitzung erklärte, begründet sich die Summe in erster Linie mit einer allgemeinen Steigerung der Baukosten. Das niedrigste abgegebene Angebot lag 36,6 Prozent höher, als in den Planungen veranschlagt. Dabei war von einer Summe von rund 1,126 Millionen Euro für das Vorhaben ausgegangen worden.

Im Winter wird gebaut

Weiterhin werde die Baustelleneinrichtung teurer und weil hauptsächlich im Winter gebaut werden soll, fallen ebenfalls höhere Kosten an. Mit dem zusätzlichen Ankauf von Flächen für die Angleichung der Straße habe, die Steigerung nichts zu tun, erklärte Freude auf eine Anfrage von Ausschussmitglied Sebastian Koch (AfD).

Der Kreis braucht aus seiner Kasse nur zehn Prozent für die Mehrkosten aufzubringen, das sind 24.950 Euro. Der große Rest wird aus dem Förderprogramm für den kommunalen Straßenbaus finanziert. In nichtöffentlicher Sitzung beschlossen die Ausschussmitglieder eine Auftragsvergabe für den Brückenbau in Höhe von 1,245 Millionen Euro.

Start für das Vorhaben soll Anfang September sein. Als Bauzeit sind neun Monate veranschlagt. Die Brücke ist seit Sommer 2015 nur noch für Fahrzeuge mit einer Achslast von bis zu elf Tonnen zugelassen. Die Tonnage-Begrenzung hatte der Altmarkkreis als Baulastträger nach einer Prüfung veranlasst, als es um das Ausweisen von Umleitungsstrecken ging. Seitdem müssen Autofahrer dort Rücksicht nehmen und in Richtung Stadt zuerst den Gegenverkehr passieren zulassen, weil die Fahrbahn auf der Brücke, nur noch einspurig ist. Zunächst sollen Abrissarbeiten erfolgen. Die Einfeldbrücke wird zwischen den Geländern 11,25 Meter breit sein und in Stahlbetonbauweise entstehen.