Diesdorf l Gute Nachrichten für Interessenten, die in der Gemeinde Diesdorf ein Eigenheim bauen wollen. Im nicht öffentlichen Teil der Ratssitzung im neuen Jugendclub beschloss der Diesdorfer Gemeinderat jüngst den Kauf einer Fläche südlich der Bergstraße. Diese bietet Platz für bis zu 14 Wohnhäuser. „Die durchschnittliche Grundstücksgröße liegt dann bei etwa 800 Quadratmetern“, berichtete Bürgermeister Fritz Kloß nach der Sitzung. Zum Kaufpreis für die Gesamtfläche wollte sich der Ortschef nicht äußern.

Bisher liegen dem Bürgermeister bereits fünf Bauanfragen vor. „Es hat sich schon ganz herumgesprochen“, meinte Kloß im Gespräch mit der Volksstimme. Nach dem Kauf-Beschluss stimmten die Ratsmitglieder auch dem vorhabenbezogenen Bebauungsplan für das Gebiet Bergstraße zu. Außerdem wurden Planungsleistungen – Kostenpunkt 15.000 Euro – vergeben. „Wenn alles gut durchläuft, könnten auf dem Gebiet ab 2021 die Steine gestapelt werden“, hatte Daniel Rieck noch während der vorherigen Sitzung des Bauausschusses gemeint. Das Gelände sei nicht die Wunschlösung, aber decke vorerst den Bedarf an Baugrundstücken in der Gemeinde, hatte es damals geheißen.

Neuen Jugendclub präsentiert

Zahlreiche Anwohner waren am Dienstag zur Sitzung des Rates in den neuen Jugendclub gekommen. Dessen Leiter Torsten Neumann präsentierte gern das Erreichte. So ist inzwischen die neue Küche eingebaut und auch schon gut ausgestattet. Ein großes Topfsortiment und eine Vielzahl an Geschirr konnten über Spenden bereits in die Schubladen geräumt werden.

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Die Einwohnerfragestunde nutzte anschließend Maik Runge aus Schadewohl. „Wir haben nach der Schließung der Feuerwehr bei uns einen Verein gegründet“, brachte Runge als Nachricht mit. Und der neue Dorfgemeinschaftsverein Schadewohl hat auch einen Wunsch oder eher ein Ziel. Das Gerätehaus in der Ortslage soll dem Dorf als Treffpunkt erhalten bleiben.

Fritz Kloß bestätigte, dass sich der Hauptausschuss der Gemeinde bereits mit dem Thema beschäftigt habe. Die erste Idee sei ein Mietkaufangebot an den Verein gewesen, doch bei bisher 30 Mitgliedern „kommt halt nicht so viel zusammen“, konstatierte der Bürgermeister. Ratsfrau Sabine Allnoch sprach sich für eine Lösung mit dem neuen Verein aus. „In einem Dorf wo Zusammenhalt ist, da funktioniert es“, betonte Allnoch. Die Gemeinde solle sich bei dem Vorhaben nicht quer stellen, war ihre Ansicht.

Gemeinsamen Plan entwickeln

Angelika Scholz spang ihrer Kollegin bei. Der Verein sei schon eine gute Voraussetzung. Nun müsse man einen gemeinsamen Plan entwickeln. „Wir müssen einfach über den Tellerrand hinausschauen“, sagte sie und fügte an, dass Vereine zum Beispiel auch beim Kreis Anträge auf Unterstützung stellen können. Torsten Neumann beendete mit seinen Worten die kurze Beratung: „Von einem leer stehenden Gebäude hat auch niemand etwas.“ Nun soll im kommenden Jahr eine Lösung gefunden werden.

Einen Vorschlag zur Tourismusförderung hatte Udo Riechmann aus Neuekrug mitgebracht. Der ehemalige Bürgermeister schlug einen Radwegbau über Texas – Reddigau und Neuekrug – bis ins niedersächsische Lüben vor. Besonders vor dem Hinblick auf die touristische Aufwertung des Grünen Bandes. „Wir sollten nur mal drüber nachdenken“, sagte Riechmann in Richtung der Gemeinderäte. Fritz Kloß schlug daraufhin eine Fahrradexkursion des kompletten Rates im kommenden Frühjahr vor.