Salzwedel l Regionale Bahntickets im Nahverkehr sind bei Reisenden beliebt. Allerdings endet ihre Gültigkeit meist an den Ländergrenzen. So ist es auch beim Niedersachsen-Ticket. Bei länderübergreifenden Fahrten ist am ersten Bahnhof des jeweiligen Bundeslandes Schluss mit dem günstigen Reisen. Ein Fakt, den die Grünen im Altmarkkreis ändern wollen. Zumindest auf der Strecke Stendal-Uelzen.

Dort sollte aus ihrer Sicht das Niedersachsen-Ticket bis zum Salzwedeler Bahnhof gelten. Der werde von vielen Fahrgästen aus dem Raum Lüchow-Dannenberg zur Weiterreise in Richtung Berlin genutzt. Die Westaltmärker ihrerseits fahren von Salzwedel aus nach Hamburg oder in andere westdeutsche Städte. Der Regionalexpress verkehrt im Zwei Stunden-Takt auf der Bahnlinie Uelzen-Salzwedel-Magdeburg, argumentieren Kommunalpolitiker.

Sie beantragen deshalb, der Kreistag möge beschließen, dass sich die Verwaltungen des Altmarkkreises und des Landkreises Lüchow-Dannenberg dafür einsetzen, dass das Niedersachsen-Ticket bis Salzwedel verlängert wird.

Vergünstigte Tarife im jeweiligen Bundesland

Die für Sachsen-Anhalt zustänige Nahverkehrsgesellschaft Nasa hat nichts dagegen, wie ihr Sprecher Wolfgang Ball auf Nachfrage erklärt. „Wir wären gesprächsbereit“, sagt er.

Zuständig ist allerdings die niedersächsische Gesellschaft Insa. Die wirbt auf ihrer Intenetseite dafür, mit dem Niedersachsen-Ticket plus ins niederländische Groningen oder auch ins thüringische Nordhausen zu fahren. Wäre das auch für Salzwedel eine Variante? Der Pressesprecher der Gesellschaft ist dahingehend zurückhaltend. Wie der Name schon sage, gelte der vergünstigte Tarif der Regional-Tickets in erster Linie im jeweiligen Bundesland. Sollten sie ausgeweitet werden, sei das zunächst mit den Unternehmen zu klären, die den Bahnverkehr auf der jeweiligen Strecke realisieren würden.

Grundsätzlich ausschließen wollte er den Vorstoß der Grünen-Politiker nicht. Aber es sei zu prüfen, ob das Ganze auch tatsächlich sinnvoll sei. Danach zu fragen, sei von offizieller Seite aus durchaus möglich, schätzt er ein.