Bornsen l Wer am Sonntag (18. August) den Weg zum 11. Trecker- und Oldtimertreffen nach Bornsen finden wollte, der brauchte nur dem Geruch der leichten Abgaswolke folgen, die in der Region in der Luft klag. Denn die historischen Trecker ließen rund um das Festgelände vor dem Gasthaus Lüthe in der Ortsmitte so einige kleine Rauchwolken zurück. Allein dieser Duft sorgte bei so manchen Gast schon für Verzückung.

Direkt wieder angesprungen

Abermals hatte das Organisatorenteam um David Müller sowie Andre und Katrin Prang zahlreiche Oldtimerfreunde ins Dorf locken können. In kleinen Runden standen die Bastler und Fans der alten Automobile zusammen, tauschten Tipps und Tricks aus. So zum Beispiel Hartmut Stramm und Steffen Bauer, die unter die Motorhaube eines hellblauen Trabis schauten. „Der hat 30 Jahre in der Ecke gestanden und ist trotzdem sofort wieder angesprungen“, berichtete Stramm im Gespräch mit der Volksstimme. „Alle Teile original“, waren dazu die richtigen Worte. „Nur die jungen Leute machen das heute anders“, wusste Steffen Bauer zu berichten. Auch ein Trabi wird manchmal etwas aufgepeppt.

Ein Original hatte auch Horst Wernecke aus Siedentramm mitgebracht. Sein Porsche Junior, Einzylinder luftgekühlt, ist heute noch regelmäßig im Dienst. „Am Montag bekommt er auch wieder Tüv“, streichelte Wernecke fast schon zärtlich über die Haube des Treckers aus dem Jahr 1960. Noch kurz zuvor hatte er das rote Vehikel zum Rasenmähen genutzt.

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Bank versteigert

Damit gab es an sich keine Langeweile bei den hunderten Besuchern des Treffens, doch die Organisatoren hatten noch für manchen Höhepunkt am Rande gesorgt. So gab es bei einer Tombola zahlreiche Preise zu gewinnen. Zudem hatte Günter Ziebell (85) etwas Besonderes mitgebracht. „Die habe ich im Winter gebaut“, zeigte der Senior auf eine schmucke Gartenbank aus Lärchen- und Fichtenholz. Diese wurde zur Mittagszeit unter den Festbesuchern versteigert. Katrin Prang war am Ende die Höchstbietende.

Auch an die Kinder hatten die Ausrichter gedacht. So waren Ponyreiten und eine Hüpfburg im Angebot. Beides gut genutzt, aber auch die Augen der Mädchen und Jungen blieben gerne an den motorisierten Ausstellungsstücken hängen. Insgesamt 65 Teilnehmer hatten ihre historischen Schmuckstücke mit nach Bornsen gebracht. Ein neuer Rekord, wie David Müller später vermerkte. Für die musikalische Unterhaltung waren Heiner Kamieth aus Jübar und Klaus Hilmer aus Klötze zuständig.