Salzwedel l Immer mehr Menschen, die im Altmarkkreis Salzwedel wohnen, arbeiten auswärts. Das hat eine Statistik der Agentur für Arbeit ergeben. Demnach ist die Zahl der sogenannten Auspendler 2016 im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Im Juni 2016 verließen 14.243 Pendler den Altmarkkreis. Ein Jahr zuvor waren es 14.161 Männer und Frauen. Das ist etwa die Hälfte aller 27.246 im Altmarkkreis lebenden sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Wolfsburg ist das Hauptziel. Im verarbeitenden Gewerbe, wozu die Autoindustrie und ihre Zulieferbetriebe gehören, arbeiten die meisten Westaltmärker, die zwischen Wohnort in der Altmark und Arbeit in Niedersachsen pendeln. Immerhin 24 Prozent der Arbeitnehmer nehmen diesen Anfahrtsweg auf sich.

Hohe Mobilität in der Altmark

Eine hohe Mobilität gebe es zwischen dem Landkreis Stendal und dem Altmarkkreis Salzwedel , informiert Anika Pieper, Sprecherin der Arbeitsagentur. 1525 der Auspendler arbeiten im Landkreis Stendal, 1607 pendeln nach Magdeburg. Weitere Zielorte sind die Börde, Lüchow-Dannenberg, Uelzen, Magdeburg, die Region Hannover, Braunschweig sowie Hamburg.

Der größte Anteil der Pendler arbeitet im verarbeitenden Gewerbe. Auch im Handel, im Baugewerbe und in sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen haben Westaltmärker Jobs außerhalb der Kreisgrenzen gefunden, wie Pieper erklärt.

Attraktive Arbeitsplätze

Doch auch im Altmarkkreis gibt es attraktive Arbeitsplätze, was die Zahl der Einpendler zeigt, die ebenfalls leicht gestiegen ist. Fuhren zum Stichtag Juni 2015 5453 Männer und Frauen zur Arbeit in den Kreis, waren es im vergangenen Jahr 5596. Pieper: „Damit ist jeder fünfte Beschäftigte im Altmarkkreis ein Einpendler.“

Ein Hauptziel der Arbeitnehmer aus dem Landkreis Stendal ist die Westaltmark. 15 Prozent der Nachbarn fahren in den Altmarkkreis zum Arbeiten, das sind 1961 Männer und Frauen. Auch aus der Börde (761), Lüchow-Dannenberg (618) und der Landeshauptstadt Magdeburg (196) zieht es Beschäftigte nach Salzwedel zur Arbeit.

Infografik: Die meisten Pendler fahren ins Ländle | Statista Mehr Statistiken finden Sie bei Statista

Negativer Saldo

Wird eins vom anderen abgezogen, ergibt sich der Pendlersaldo. Da mit 14.243 mehr Personen in der Ferne arbeiten als mit 5596 in den Kreis kommen, steht der Saldo bei minus 8647. Im vergangenen Jahr lag dieser noch bei minus 8708. „Für zahlreiche Arbeitnehmer gehört das Pendeln zum Leben. Der leicht rückläufige Saldo im Altmarkkreis zeigt, dass auch Rückkehrer eine Chance auf dem hiesigen Arbeitsmarkt haben“, erklärt Agenturchef Markus Nitsch.