Salzwedel l Die Nachfrage nach betreuten Plätzen für Kinder ist in Salzwedel groß. Allein im Kindergarten sind zum Stichtag 30. April 538 Kinder gemeldet. Hinzu kommen noch 233 in Krippen und 440 in den Horten des kommunalen Eigenbetriebes „Kindertagesstätten Salzwedel“. Damit sind sämtliche Kapazitäten ausgereizt, denn in manchen Bereichen sind dank Ausnahmegenehmigung bereits mehr Kinder als ursprünglich vorgesehen untergebracht.

Auf der Suche nach Problemlösungen

Zurzeit bereitet Doris Gensch mit ihrem Team das Kita-Jahr 2017/2018 vor. Während die vorliegenden Anträge für Kindergarten und -Krippe erfüllt werden können, sieht es im Bereich Hort anders aus. Dort liegen derzeit mehr Anträge vor als Plätze vorhanden sind. „An einer Lösung der Problematik wird momentan mit Elternvertretern und örtlichen Trägern der Jugendhilfe gearbeitet. Gerade auch mit Blick auf Ausnahmegenehmigungen“, sagte Doris Gensch in der Sitzung des Betriebsausschusses.

Bei den Erlös- und Ertragspositionen sollten zum 30. April 33 Prozent der geplanten Summe zu Buche schlagen. Im Ist-Zustand sind es nach Worten Genschs aber bereits 42 Prozent. Das Mehr resultiere aus den bereits geleisteten Zuweisungen des Landkreises. Mit Stand April 2017 sind 28 Prozent der ursprünglich vorgesehenen Personalkosten ausgegeben. „Damit liegt der Kita-Eigenbetrieb auch in der größten Planposition im Soll. Das ist besser als noch im Jahr 2016“, berichtete Gensch.

Kosten von 179.500 Euro

Die sonstigen betrieblichen Kosten belaufen sich in den ersten vier Monaten des Wirtschaftsjahres auf rund 179.500 Euro. Das entspricht 19 Prozent des Plans. Darin sei allerdings die größte Position, der Bau einer Terrasse an der Kita Am Kronsberg, nicht enthalten. Derzeit laufe noch die öffentliche Ausschreibung.

Nach einem Gespräch mit den Leitern der Grundschulen (allerdings ohne Pretzier und Henningen) wurde festgelegt, dass die Horte „Pedro & Janina“ und „Jenny Marx“ vom neuen Schuljahr an nach dem Unterricht bereits um 12 statt wie bis her um 13 Uhr öffnen. „Wir überschreiten damit aber keine gesetzlichen Grundlagen“, versicherte Gensch.

Die zurzeit laufenden Vorstellungsgespräche für Erzieher laufen gut. Mehrere Bewerber hätten sich bereits für die Stadt als Arbeitgeber entschieden. „Das freut uns natürlich sehr, weil wir immer Verstärkung brauchen können“, machte Gensch deutlich. Im Gespräch seien auch zwei junge Männer, die eine Ausbildung zur Fachkraft für Kitas anstreben. Allerdings sei noch nicht sicher, ob die Berufsschule Stendal ausreichend Interessenten für eine Klasse findet. Laut Doris Gensch wäre es schade, wenn es nicht klappen würde.