Winterfeld l Soll es die Brennplätze und die Traditionsfeuer im Flecken Apenburg-Winterfeld weiterhin geben? Mit dieser Frage haben sich die Mitglieder des Gemeinderates am Dienstagabend während ihrer Sitzung im „Wieseneck“ Winterfeld beschäftigt.

Hintergrund sei, sagte Bürgermeister Harald Josten, dass speziell in Apenburg neben Holz auch viel Müll und Schrott abgeladen werde. Die Wehrmitglieder seien nicht mehr bereit, als Ausrichter des Verbrennens dafür die Verantwortung zu übernehmen. „Im Gespräch ist bei uns, am Gerätehaus eine symbolische Feuerschale aufzustellen und gar kein großes Feuer mehr zu machen“, erklärte Ratsmitglied André Margowski aus Apenburg.

Ratsherr Matthias Gomell aus Recklingen erklärte, dass für ihn das Festhalten an Traditionsfeuern keinen Sinn mache. „Meiner Meinung nach ist die Feuerwehr zum Löschen da, aber nicht dafür verantwortlich, 100 Leute an einem Abend besoffen zu machen“, fand er klare Worte. Ratsmitglied Detlef Jürges aus Saalfeld warf ein, dass in seinem Heimatort kein Unrat auf dem Brennplatz lande und es gut funktioniere.

Nachdenken über Annahme

„Wir kriegen die Plätze nicht so dicht, dass der Zugang total versperrt ist“, sagte Harald Josten. „Wie sieht es aus mit einer regelmäßigen Annahme?“, wollte Ratsfrau Tine De Schutter wissen. Das sei schon probiert worden, habe aber auch nicht funktioniert, antwortete der Bürgermeister und fügte hinzu: „Müllsäcke sind trotzdem dort gelandet.“ Es könne nicht geleistet werden, dass die Gemeinde die Brennplätze bewachen müsse. „Wir könnten für die Gemeindearbeiter einen Schredder kaufen. Dann wird das anfallende Holz abgearbeitet“, dachte Harald Josten laut nach. Die Bürger müssen dann zusehen, wo sie mit ihrem Gehölzschnitt bleiben. Einig waren sich die Anwesenden, dass die vorhandenen Plätze beräumt werden sollen. Entsprechende Angebote werden jetzt eingeholt.

Wie es weiter geht, ist offen. Weitere Gespräche sollen folgen, um im Gemeinderat zu einer einheitlichen Meinung zu kommen.

Ratsherr Joachim Rieseberg kritisierte zudem das kurzfristige Verschließen des Teerplatzes in Apenburg, von dem keiner etwas wusste. „Die Einwohner waren nicht informiert. Das hätte in den Schaukasten gehört. Damit jeder Bescheid weiß“, merkte er an.