Kemnitz l Der kleine Motocross-Verein Steinitz (MCV) stellt sich am Sonnabend, 27. April, einer großen Herausforderung. Die Mitglieder organisieren an diesem Tag einen Lauf der Rennserie „Offroadscramble“ auf ihrer Strecke am Kemnitzer Ortsrand. Dafür haben sich die altmärkischen Motorsportfans viel vorgenommen. Größter Kraftakt: Die heimische Piste wird von etwa 1,6 auf bis zu neun Kilometer verlängert.

Den erwarteten 330 Enduro-Fahrern soll Ende April ein anspruchsvoller Kurs geboten werden. Dazu gehören neue Hindernisse, die von den Motorsportlern einiges an Geschick im Umgang mit ihrer Maschine verlangen werden. Unter anderem muss ein Sattelschlepper zweimal gequert werden, berichtete Marco Braasch, Rennleiter am 27. April, von den Plänen des Vereins. Unterstützt wird er vom neuen Vereinsvorsitzender Peter Döbbelin und den rund 20 aktiven Vereinsmitgliedern.

Ackerflächen gemietet

Um die eigene Strecke zu verlängern, haben die Steinitzer Motocrosser zwei Ackerfläche an deren Rand angemietet. Dort sollen die internationalen Fahrer, die zum Teil aus Dänemark und Schweden anreisen, gefordert werden.

Um das Rennen organisieren zu können, galt es für den Verein zudem Absprachen mit dem Umweltamt des Altmarkkreises zu treffen. Dabei geht es insbesondere um die Lautstärke am Veranstaltungstag. „Laut ist out“, lautet die Devise des Vereinsvorsitzenden.

Lautstärke wird kontrolliert

„Die Maschinen werden am Renntag kontrolliert“, berichtet Döbbelin. Das Umweltamt misst die Lärmbelastung während des Rennens in den umliegenden Ortschaften. „Wir wollen damit auch sehen, was hier möglich ist“, sagt Marco Braasch und erklärt weiter, dass die Organisation des „Offroadscramble“ auch ein Test für den Verein ist. Die Vereinsmitglieder wünschen sich in Zukunft wieder mehr Rennen auf ihrer Anlage auszurichten. „Dafür wollen wir natürlich mit der Umgebung vernünftig zusammenarbeiten“, betont Peter Döbbelin im Volksstimme-Gespräch.

Neben der erweiterten Strek- ke wird am Renntag das Fahrerlager eingerichtet. Auch dafür musste eine weitere Fläche angemietet werden. Daneben ist die Straße zwischen Böddenstedt und Klein Wieblitz am 27. April ab 8 Uhr für den Durchgangsverkehr auf Höhe der Rennstrecke gesperrt. Die Zufahrt für Teilnehmer und Zuschauer ist über Klein Wieblitz möglich. Der erste Lauf soll gegen 9 Uhr starten. Der Eintritt am Renntag ist frei.

Über weitere freiwillige Helfer würden sich die Verantwortlichen übrigens noch freuen. „Wir suchen noch Streckenposten“, sagt Peter Döbbelin. Wer mindestens 16 Jahre alt ist, kann sich beim Vereinsvorsitzenden melden (Telefonnummer siehe Infokasten).