Das Amtsgerichtsgebäude – Ein Überblick

Das Amtsgericht wurde 1509 erbaut, Zunächst dient es als Rathaus der Altstadt, die bis zur Vereinigung mit der Salzwedeler Neustadt ein eigenständiges Gemeinwesen bildete.

Nach der Vereinigung von Alt- und Neustadt wurde das Gebäude vor allem militärisch genutzt.

Ab 1820 mietete das preußische Stadt- und Landgericht erste Räume im ehemaligen Altstädter Rathaus. 1856 kaufte die preußische Justiz das Gebäude schließlich.

Im Jahre 1825 war im Amtsgericht kurzzeitig das erste Salzwedeler Krankenhaus beheimatet.

Bis in die zweite Hälfte des 19. Jahrhunderts lagerten dort Wasserspritzen der Feuerwehr.

Nach der Gründung der DDR 1949 war das Kreisgericht hier untergebracht, nach Wende das Amtsgericht.

Salzwedel l Der Eingang des Salzwedeler Amtsgerichtes ist bereits eingerüstet, die wichtigsten Renovierungsarbeiten an dem historischen Gebäude stehen jedoch erst noch bevor. Am 1. März beginnen die Handwerker damit, den ältesten Teil des Gebäudes – den Glockenturm an der Burgstraße – auf Vordermann zu bringen. Betroffen sei davon vor allem der Dachstuhl, teilt Klaus Hüttermann, Direktor des Amtsgerichtes, auf Anfrage der Volksstimme mit.

Renovierung kostet 1,5 Millione Euro

Insgesamt plant das zuständige Bau- und Liegenschaftsmanagement Sachsen-Anhalt für die Renovierung eine Zeit von sechs Monaten ein. Nötig geworden ist die Maßnahme, weil sich mit dem Hausschwamm ein Schädling in den Balken ausgebreitet hat. Kosten wird das Unterfangen 1,5 Millionen Euro.

Damit einher geht eine teilweise eingeschränkte Nutzbarkeit. „Weil Leitungen abgeschaltet werden, müssen die unter dem Dachstuhl liegenden Säle teilweise geräumt werden“, sagt Klaus Hüttermann. Darüber hinaus würden sich die Einschränkungen in engen Grenzen halten, sagt der Amtsgerichtsdirektor. „Strafsachen und alle anderen Verhandlungen finden weiter im Gebäude an der Westermarktstraße statt“, so Hüttermann. Ausnahmen gäbe es nur bei größeren Strafverfahren und Haftsachen.

Hausschwamm schon länger ein Problem

Diese werden ans Landgericht nach Stendal verlegt. Es ist nicht das erste Mal, das in dem altehrwürdigen Gebäude Hand angelegt werden musste. Vor sechs Jahren war davon der Südflügel betroffen. Hier hatte sich im Dachstuhl der sogenannte echte Hausschwamm breit gemacht. Der Befall war lange Zeit unbemerkt geblieben. Den Schädling auszumerzen nahm fast zwei Jahre in Anspruch.

Im Jahre 2013 war dann der Südwest-Flügel dran. Die Dachbalken wurden fachgerecht saniert.