Tierisch

Salzwedels neuer Tierpark hat geöffnet

Seit Juni hat Salzwedel seinen ersten privaten Tierpark. Auf dem 15.000 Quadratmeter großen Gelände hinter dem Altstädter Bahnhof sind rund 50 verschiedene Tiere, vom Alpaka über Emus und Kamel bis zur Ziege, zu sehen.

Von Jörg Schulze
Pauline (rechts) und Carla Arndt im Streichelgehege des neuen Tierparks. Die beiden Salzwedelerinnen gehörten zu den ersten Besuchern der Einrichtung am Jeetzeufer.
Pauline (rechts) und Carla Arndt im Streichelgehege des neuen Tierparks. Die beiden Salzwedelerinnen gehörten zu den ersten Besuchern der Einrichtung am Jeetzeufer. Foto: Jörg Schulze

Salzwedel - Der Kindertag hätte für die Knirpse aus der Kita Spatzennest Salzwedel wohl kaum schöner verlaufen können: Bei idealem Wetter waren sie die ersten Gäste im neuen Tierpark am Jeetzeufer. Vorbei an Schafen und Alpakas ging es zum ersten großen Höhepunkt, dem Streichelgehege mit den Zwergziegen. Diese schienen schon auf die jungen Besucher gewartet zu haben. Streicheleinheiten und kleine Futtergaben wurden von den geselligen Vierbeinern gern genommen. Am Ende hätten die Mädchen und Jungen zumindest ein Ziegenkind gerne mit in ihre Kindertagesstätte genommen.

Vertrauen aufbauen

„Bitte, bitte, nur ein Baby. Wir sind auch gut zu ihm und bringen es, wenn es groß geworden ist, bestimmt wieder“, bat die kleine Josefine. Angesicht der erwartungsvollen Kinderaugen fiel es Tierparkbetreiber Jost Fischer sichtlich schwer, diesem Wunsch nicht zu entsprechen. Doch den Verweis auf eine traurige Ziegen-Mama, die ihr Baby sucht, überzeugte die Spatzennest-Kinder schnell, von ihrem Wunsch abzulassen.

Zudem wartete mit Dschingis Kahn schon die nächste Attraktion. Vorgestellt wurde das aus Sibirien stammende Kamel von Renaldo Weisheit, dem Leiter des Zirkus’ Maximus aus Miesterhorst.

„Dschingis ist in Tierjahren etwa so alt wie ihr. Selbstverständlich besucht auch er einen Tierkindergarten“, erklärte Weisheit. Dabei übt Dschingis zunächst den Kontakt zum Menschen. Es geht darum, Vertrauen zwischen Mensch und Tier aufzubauen. Alles andere ergibt sich daraus.

Wie gut sich das ursprünglich aus Sibirien stammende Tier bereits an die Zweibeiner gewöhnt hat, zeigte sich beim abschließenden Füttern. Nur bei Puffreis schüttelte das Kamel entschlossen den Kopf.

Schulprojekte möglich

Besucher sind am Jeetzeufer ab sofort täglich willkommen. In der Woche ist von 11 bis 17 Uhr geöffnet, an den Wochenenden von 11 bis 18 Uhr. Der Eintrittspreis beträgt zwei Euro pro Person. Im Preis enthalten ist eine Futtertüte. Neben privaten Besuchern hofft Fischer, in seiner Einrichtung insbesondere Gäste aus Kindergärten und Schulen begrüßen zu dürfen. Immerhin soll der Park ebenso ein Ort der Erholung wie auch des Naturerlebens und der Bildung sein. „Warum nicht mal den Biologieunterricht oder ein schulisches Projekt nach draußen verlagern?", regte der Tierparkbetreiber an. So gebe es auf dem Areal Bäume mit besonders alten und leckeren Apfelsorten zu entdecken. Die finde man garantiert in keinem Supermarkt.

Endgültig fertig ist der Park natürlich noch nicht. Zunächst gilt es, noch die Hochbeete fertig zu gestalten. Weitere Ideen würden mit der Zeit entwickelt.