Salzwedel l Schon länger sind die Probleme im Kinder-Eltern-Zentrum Siebeneichen bekannt. Die dort verbauten Nachtspeicheröfen sind veraltet. In der Nacht speichern sie Wärme, am Tag heizen sie dann das Gebäude auf. Egal, wie das Wetter gerade ausfällt.

Dass der Kindergarten grundhaft saniert und vor allem ein neues Heizungssystem eingebaut werden kann, hat der Betriebsausschuss mit einem Fördermittelantrag längst auf den Weg gebracht. Kommen würden die Zuwendungen aus dem Bundesprogramm zur Kinderbetreuungsfinanzierung 2017 bis 2020. Wie sich jedoch die Finanzierungsverteilung der voraussichtlichen Gesamtkosten von 1,13 Millionen gestaltet, ist noch unklar. Die Rahmenbedingungen darüber, wie hoch der Eigenanteil des Kita-Eigenbetriebes und wie hoch die Zuschüsse sind, hätten sich verändert, sagte Kita-Eigenbetriebsleiterin Doris Gensch.

Eigenanteil noch unklar

Das Land Sachsen-Anhalt habe bislang noch keine Richtlinie zur Kofinanzierung bestimmt. Nach jetzigem Stand würde sich der Eigenanteil erhöhen, könne sich aber weiterhin verändern. Der Kreis-Jugendhilfeausschuss als zuständiger Träger für den Kindergarten-Bereich wollte darum wissen, ob der Betriebsausschuss an dem Antrag festhalte.

„Wir sollten das machen“, sagte Bürgermeisterin und Ausschussvorsitzende Sabine Blümel. Sie plädierte dafür, weiter zu beobachten, wie sich die Situation entwickle. Der Ausschuss stimmte mit ihr überein. Der Antrag bleibt also bestehen.

Defizit verringert sich

Positive Nachrichten gab es zum Jahresdefizit. Das verringerte sich erneut und liegt nun bei 2,377 Millionen Euro. Bereits im vergangenen September wurde prognostiziert, dass es geringer ausfallen werde als die im Dezember 2016 kalkulierten 3,136 Millionen.

Probleme gebe es hingegen damit, neue Kinder in die Kindergärten aufzunehmen, informierte Doris Gensch. Kita-Plätze an Kinder zu vergeben, die nicht in der Planung für 2018 berücksichtigt werden konnten, gestalte sich schwierig. Zwar liege die Kapazitätsauslastung der Kindergärten derzeit bei 92,5 Prozent, doch den Rest der Plätze nähmen Kinder ein, die aus der Kinderkrippe nachrücken. Bei den Personalkosten und sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegt der Kita-Eigenbetrieb nach dem ersten Quartal 2018 unter dem Soll.