Salzwedel l Illegale Graffiti sind für Hausbesitzer eine ärgerliche Angelegenheit. Vor allem weil sie zumeist unter Pseudonym und illegal angebracht werden und die Strafverfolgung nicht einfach ist. Weil das Beseitigen der Bilder, Schriftzüge oder Zeichen ganz schön ins Geld gehen kann und meist nicht gerade billig ist, unterstützt die Hansestadt Salzwedel Privatleute bei der Entfernung von Graffiti von ihren Häusern. „Dazu ist ein formloser Antrag notwendig“, teilt Andreas Köhler, bei der Stadt zuständig für die Öffentlichkeitsarbeit, mit.

Rechtsanspruch besteht nicht

Die finanzielle Unterstützung der Hansestadt wird bis zu einer Höhe von 75 Prozent der Kosten zur Entfernung von nicht erwünschten Graffiti gewährt. Dies geschieht im Rahmen des zur Verfügung gestellten finanziellen Etats im Haushalt 2018. „Ein Rechtsanspruch auf die Bezuschussung besteht allerdings nicht“, schränkt Köhler ein.

Innerhalb der Stadtmauern

Voraussetzung für die Förderung und Ausführung der Maßnahmen ist, dass sich das betroffene Gebäude innerhalb der Stadtmauern der Hansestadt Salzwedel befindet. Zudem muss eine Strafanzeige wegen Sachbeschädigung bei der Polizei gestellt und eine Meldung an die zuständige Versicherung erfolgt worden sein. Nur so könnten die Beamten Taten auch verfolgen. Entscheidend seien auch die Gegebenheiten (Wandstruktur) der betroffenen Fläche.

Das Datum und die Reihenfolge des Antragseingangs sind entscheidend. Der Antragsschluss ist der 20. November. Es ist vorgesehen, die Maßnahmen witterungsbedingt zeitnah und durch den Bauhof ausführen zu lassen. Fragen wegen des Zuschusses für die Graffiti-Entfernung an Privatobjekten können unter Telefon 03901/653 20 gestellt werden. Anträge erfolgen per E-Mail unter ordnungsamt@salzwedel.