Salzwedel l Im Deutschraum des Salzwedeler Jahngymnasiums herrscht volle Konzentration. Die Mitglieder der Arbeitsgemeinschaft Schülerzeitung diskutieren die kommende Ausgabe des „MeridJahn“. Alle 14 Tage treffen sich die 14 Schüler der 5. bis 7. Klassen zu ihren Redaktionssitzungen. Und dabei geht es nicht viel anders zu als in einer „richtigen“ Redaktion. Themen müssen besprochen und auf die insgesamt zwölf Seiten verteilt werden. Auch im „MeridJahn“ gibt es verschiedene Rubriken. Neben Neuigkeiten aus dem Schulleben oder dem Lehrerraum werden Kinofilme, Bücher oder auch Apps und Computerspiele vorgestellt. Es gibt sogar Platz für Meinungen und Reaktionen der Leser.

„Unser größtes Problem ist die Zeit. Denn die Arbeitsgemeinschaft läuft nebenbei. Manchmal bleibt wenig Spielraum für Recherche, Layout und das Schreiben der Texte“, erklärt Deutschlehrerin Rosemarie Zwer, die für die Schülerzeitung verantwortlich ist.

Vier Mal im Jahr erscheint der „MeridJahn“. 87 Leser, sowohl Schüler als auch Eltern und Lehrer, haben die Zeitung abonniert. „Das erspart uns, dass wir unsere Zeitung in den Pausen verkaufen müssen“, sagt Rosemarie Zwer. Denn an Arbeit mangelt es den Nachwuchsjournalisten nicht. Da die ersten zwei Seiten der Schülerzeitung von einem Sponsor in Farbe gedruckt werden, muss jedes Exemplar einzeln sortiert und geheftet werden.

Bilder

Und auch das Layout bereitet dem jungen Team noch ein wenig Probleme. In Zusammenarbeit mit der AG Homepage lernen die Zeitungsmacher von Lehrer Edgar Sonnenberg, wie Bilder und Texte mit dem Redaktionsprogramm auf den Seiten platziert werden können.

Genau wie bei einer „echten“ Zeitung finanziert sich der „MeridJahn“ nur zu einem Teil aus dem Verkaufserlös. „Wir verkaufen auch Anzeigen und erhalten für eine A4-Seite mit Werbung 100 Euro. Davon können wir uns Arbeitsmaterial kaufen oder uns natürlich auch mal etwas gönnen“, berichtet Rosemarie Zwer. So konnten bereits ein Laptop, zwei Digitalkameras und USB-Sticks für die Nachwuchsjournalisten angeschafft werden. Ausgaben, für die ansonsten im Schulalltag kein Geld übrig wäre.

„Ich freue mich, mit welchem Engagement die Schüler bei der Sache sind und dass sie trotz des großen Zeitaufwandes so schöne und lesenswerte Artikel schreiben“, sagt Rosemarie Zwer stolz.