70 Teilnehmer beim zweiten Orientierungsmarsch der Jugendwehren aus der Einheitsgemeinde Arendsee

Seestädter siegen an Stationen auf ganzer Strecke

Von Helga Räßler

Die Arendseer Jugendfeuerwehr hat den zweiten Orientierungsmarsch in Binde und den Wanderpokal der Einheitsgemeinde gewonnen. Die Kaulitzer Nachwuchsbrandbekämpfer wurden Zweite, die Fleetmarker Dritte. 70 Teilnehmer hatten auf der fünf Kilometer langen Strecke acht Stationen mit Bravour bewältigt. Und das trotz Nieselregens.

Binde l "Wir sind ja schließlich nicht aus Zucker", erklärte Michaela Regber, Jugendwartin der Feuerwehren der Einheitsgemeinde Arendsee, am Sonnabend zur Eröffnung des Orientierungsmarsches in Binde. "Wir haben schon ganz anderem getrotzt als so ein bisschen Nieselregen." Und so starteten die sechs Mannschaften aus Arendsee, Binde, Kaulitz und Fleetmark am Feuerwehrgerätehaus kurz nach 9 Uhr auf ihre fast fünf Kilometer lange Strecke rings um Binde.

Mit auf die Tour gingen Jugendwarte der Ortswehren und Betreuer, die zwar den Jungkameraden mit Rat, aber nicht mit ihrer Tat zur Seite standen. Die acht Stationen mussten die Mädchen und Jungen allein bewältigen. Und das schafften sie mit Bravour.

Außer Konkurrenz waren die Jüngsten von der Fleetmarker Floriangruppe dabei. Julie Mankowski, Justin Mankowski und Alisia Schallert waren mit Feuereifer unter Führung ihrer Betreuer Simone Meyer und Carsten Gammelin bei der Sache. Sie konnten sogar einige der feuerwehrtechnischen Fragen an der Station des Kaulitzer Ortswehrleiters Frank Schilling und Feuerwehrfrau Silvia Schilling richtig beantworten. Neben wasserführenden Armaturen, der Ausrüstung eines Jugendwehrmitglieds und dem Inhalt des Notrufs waren hier auch Löschgruppenstärke und Hauptlöschwirkung von Wasser bei einem Brand gefragt.

Praktisch bewähren mussten sich die Teilnehmer beim Pyramidenbau aus Saugköpfen und Kupplungsteilen unter den gestrengen Prüferaugen von Annette Neumann und Mathias Audorf aus Binde.

Lustig ging es zu bei Geschicklichkeitstests wie dem Schlauchkegeln (Norbert Kühl aus Binde und Anna-Lena Sadlowski aus Kaulitz), dem laufenden A (Jens Sadlowski aus Kaulitz und Marten Kühl aus Binde), dem Balltransport (Britta Sadlowski und Markus Neumann aus Kaulitz) oder dem Erbsenschlagen. Hier zählten der Binder Jugendwart Bernd Brand und der Kaulitzer Vizewehrleiter Heiko Ehrecke die Treffer auf die Erbsen, die durch ein gewundenes Röhrchen trudelten.

Beim Stiefelweitwurf (Babette Stiller aus Kaulitz und Anja Helle aus Binde) versuchten sich auch Michaela Regber und Steffen Stiller (Kaulitz), der die Stationen mit auf- und abbaute sowie den Kaffeetransport sicherte.

Um den guten Tastsinn der Jungkameraden ging es an der Station von Simone und Ronald Radtke (Binde). In einem Sack waren Plüschtiere, Kiefernzapfen oder Feuerwehrzubehör zu erkennen und zu benennen.

Mittags servierte Versorgungschef Harald Thielecke von der Binder Gastgeberwehr Bratwurst und Steaks vom Elektrogrill zu Kartoffel- und Krautsalat. Silvia- und Frank Schilling bereiteten knackige Pommes Frites zu.

Nach der Stärkung überreichten Michaela Regber und Bernd Brand bei der Siegerehrung den Wanderpokal an die Mannschaft aus Arendsee. Die Teams aus Kaulitz, Fleetmark und Binde bekamen Teilnehmerpokale. Alle nahmen einen Erinnerungspokal an der Kette mit nach Hause. Und für die Fleetmarker Floriangruppe gab es zwei Spiele als zusätzlichen Sonderpreis.