Salzwedel l „Kein Platz für Sexismus, Homophobie, Rassismus und Hass.“ Mit diesen eindringlichen Worten haben sich die Veranstalter des Forest Jump Festivals im Internet an die Öffentlichkeit gewandt.

Hintergrund: am Sonnabend des Festival-Wochenendes, 25. August, gegen 23 Uhr, ist beim Polizeirevier des Altmarkkreises Salzwedel eine Anzeige zu einer möglichen Sexualstraftat eingegangen. Hierzu informierte Polizeisprecher Frank Semisch, dass das mögliche Opfer eine 31-Jährige aus dem Altmarkkreis Salzwedel ist. Nach Informationen der Volksstimme hat die mögliche Straftat nicht auf dem eigentlichen Festivalgelände stattgefunden, sondern davor.

Festival für Weltoffenheit

Die von der Nachricht schockierten Veranstalter teilten der Volksstimme daraufhin telefonisch mit, im Internet Stellung beziehen zu wollen. In ihrer nun veröffentlichten Stellungnahme heißt es unter anderem: „Wir mussten in diesem Jahr schmerzlich feststellen, dass es auch hier einzelne Personen gibt, die unsere Überzeugungen mit Füßen treten. Wir werden das nicht ignorieren.“

Seit sieben Jahren gibt es das Forest Jump Festival zwischen Pretzier und Stappenbeck in einem Waldstück. Bei jedem Festival haben die Veranstalter im Vorfeld und auf dem Gelände deutlich gemacht, dass jegliche Art von Rassismus und Sexismus bei ihnen keinen Platz haben.

In der Stellungnahme machen sich die Organisatoren Gedanken, wie sie dem künftig begegnen: „Es wird weiterhin unsere höchste Priorität sein, einen ‚Safe Space‘ (Sicheren Raum) zu schaffen und ein Festival zu sein, auf dem Gemeinschaft, Liebe und Weltoffenheit im Vordergrund stehen“. Der Vorfall wirft einen Schatten auf ein ansonsten gelungenes Festival, das erstmals ausverkauft war.

Mehrere Sicherheitskräfte waren während des Festivals auf und neben dem Areal präsent.