Salzwedel l „Wir haben mittlerweile für jeden Mitarbeiter in der Praxis eine FFP2-Schutzmaske“, sagt die Salzwedeler Allgemeinmedizinerin Karin Willert. Die Ärztin klagte unlängst gegenüber der Volksstimme, dass weder sie noch ihre Kollegen während der Corona-Pandemie ausreichend mit entsprechender Schutzausrüstung ausgestattet sind. Zwar fehle der Praxis noch immer ausreichend Schutzmaterial, aber die Masken sorgen für eine erste leichte Entspannung.

„Die Schutzmasken haben wir uns von Landwirten selbst organisiert“, so die Hausärztin. Trotzdem: Weiterhin werden Schutzmasken und weiteres Einwegmaterial in der Arztpraxis benötigt, um das medizinische Personal während der Pandemie zu schützen. Denn sollte die Hausarztpraxis mit ihren mehr als 1000 Patienten schließen, würde dies die anderen Hausärzte in und um Salzwedel zusätzlich massiv belasten. Daher hofft Karin Willert weiterhin auf Material von der Kassenärztlichen Vereinigung Sachsen-Anhalt (KVSA). Auch würde sich die Medizinerin über FFP2- oder FFP3-Masken aus den regionalen Betrieben freuen.

Spenden kommen an

Über erste Spenden aus unterschiedlichen Bereichen konnten sich bereits die Internistin Juliane Felbinger und ihr Praxisteam freuen, nachdem in der Volksstimme dazu aufgerufen wurde. „Ein paar Schutzmasken sind angekommen“, berichtet die Salzwedeler Ärztin via Telefon. So hatte sich eine Apotheke bei ihr gemeldet, aber auch ein Elektromeister und ein Tischler spendeten einige der wichtigen FFP2-Masken. „Damit kommen wir jetzt auf jeden Fall ein paar Tage länger aus“, meinte Felbinger im Gespräch mit unserer Zeitung. Zudem gebe es auf der Internetseite des Robert-Koch-Instituts eine hilfreiche Anweisung, wie die Masken öfter als einmal benutzt werden können.

Die Kassenärztliche Vereinigung ruft unterdessen auch auf ihrer Internetseite zum Spenden von Schutzausrüstungen und Desinfektionsmitteln auf: „Falls Sie medizinisch verwendbare Desinfektionsmittel, Handschuhe, Atemschutzmasken (mindestens FFP2) oder Einmalschutzanzüge und anderes für die Fieberambulanzen und Bereitschaftspraxen in Sachsen-Anhalt spenden möchten, wenden Sie sich bitte per E-Mail an Corona-Hilfe@kvsa.de“, heißt es unter www.kvsa.de.