Salzwedel (me) l 85  000 Euro sollten ursprünglich für eine neue Flutlichtanlage im Werner-Seelenbinder-Stadion ausgegeben werden. So stand es im Etatwurf für 2019. In der dritten Fortschreibung wurde die Summe um weitere 47  000 Euro erhöht. Ein Fakt, der Stadträtin Ute Brunsch (Die Linke) während der Diskussion um den Beschluss der Haushaltssatzung auf den Plan rief. Sie wollte wissen, ob es tatsächlich nötig ist, so viel Geld dafür auszugeben.

Ein Ingenieurbüro habe ermittelt, dass nach der Spielordnung des Fußballverbandes die Anlage so gestaltet sein müsse, dass sie den Platz entsprechend ausleuchtet, erklärte Bürgermeisterin Sabine Blümel.

Antrag abgelehnt

„Ich habe noch nicht erlebt, dass auf dem Platz Flutlichtspiele stattgefunden haben, weder bei der Jugend noch bei den Erwachsenen“, entgegnete Brunsch und stellte den Antrag, die zusätzlichen 47  000 Euro mit einer vierten Fortschreibung des Entwurfs wieder aus dem Etat zu streichen. Dem konnte die Bürgermeisterin nicht folgen. Es werde für das Stadion für einen Kunstrasen gespart, dann sei ein ganzjähriger Spielbetrieb möglich. „Das ist eine Investition in die Zukunft“, betonte Blümel. Unterstützung erhielt sie von Sascha Gille (FDP), der über finstere Ecken auf dem Areal berichtete. Momentan sei die „Lichtsituation eine Katastrophe“. Der Antrag von Ute Brunsch wurde abgelehnt.

Diskutiert wurde auch darüber, ob 65  000 Euro für einen neuen Zaun für den Platz gerechtfertigt sind. Auch diese Ausgabe verteidigte Blümel. Die jetzige Einfriedung sei marode. Sie roste, weise Löcher auf und sei teilweise eingedrückt. Das Stadion sei damit nicht mehr zu sichern.