Salzwedel l Bislang ist es noch ein schöner Plan, doch seine Umsetzung scheint möglich: Jost Fischer, seit 1. Februar, Besitzer der Bauernmarkthalle und zuständig für den dortigen Markt (die Volksstimme berichtete), möchte sich an das Projekt „vorsichtig herantasten“ und hofft, dass seine Idee auf fruchtbaren Boden fällt. Sein Wunsch ist, im Herbst den ersten Wochenmarkt auf dem Salzwedeler Rathausturmplatz ausrichten zu können. Fünf bis sechs Händler sollten für den Anfang reichen.

Ein Ort der Begegnung

Fischers Vison: Marktstände stehen auf dem Rathausturmplatz. Es duftet nach frischen Blumen. Tomaten glänzen im Sonnenlicht. Händler bieten frische Trauben zum Probieren an. So könnte die Innenstadt auf einen Schlag belebt werden. Der Salzwedeler Rathausturmplatz als ein Ort zum Schlendern, Einkaufen, Treffen und Unterhalten.

Der Wochenmarkt galt früher als ein Ort, an dem Waren an einer zentralen Stelle gehandelt wurden: Obst, Gemüse, Käse, Wurst, Fleisch, Fisch oder andere Lebensmittel. Zum anderen hatte der Markttag gleichzeitig die Funktion eines Treffpunktes für die Menschen der Stadt. Dabei tauschten sie Neuigkeiten, Wahrheiten, Gerüchte, Klatsch und Tratsch aus, kurz: Der Markt galt als ein Ort der Begegnung.

Den möchte Fischer wieder schaffen. „Es wäre doch toll, würden Fisch- oder Käsehändler ihre Waren präsentieren“, sagte Fischer auf Anfrage der Volksstimme. Natürlich soll auch für die Versorgung der Besucher des Marktes gesorgt werden. Beispielsweise mit einer Gulaschkanone. Fischer ist klar, dass das Projekt Wochenmarkt langfristig vorbereitet werden muss, deshalb plant er auch keine Hauruckaktion. Dass ein Wochenmarkt in Salzwedel eine Chance hat, das habe sich in der Vergangenheit gezeigt, als der Markt noch auf dem Nicolaiplatz ausgerichtet wurde.