Salzwedel l Die Einmündung von der Straße Am Marschfeld auf die Braunschweiger Straße in Salzwedel ist belebt. Alle paar Sekunden rauschen Autos vorbei. „Die Stelle ist gefährlich“, sagt Anwohner Hans Kubelka. So könne man beim Abbiegen von der Straße Am Marschfeld auf die Braunschweiger Straße Fahrzeuge, die aus Richtung Innenstadt kommen, wegen parkender Autos nur sehr spät erkennen - ein Risiko. „Es ist fast unmöglich, wenn das parkende Fahrzeug in vorderster Reihe ein Kleintransporter ist“, sagt Kubelka. Der wäre so groß, dass er die Sicht fast vollständig verdecken würde. Kubelka habe erst kürzlich selbst eine Situation erlebt, bei der es deshalb fast zu einem Zusammenstoß gekommen wäre. Seine Idee: Ein Straßenspiegel auf der gegenüberliegenden Seite der Braunschweiger Straße könnte Abhilfe schaffen, um die Situation zu entschärfen.

Kein Anlass zu handeln

Das Straßenverkehrsamt sieht dagegen keinen Anlass zu handeln. In ihrer schriftlichen Antwort heißt es: „Eine Prüfung hat ergeben, dass in diesem Bereich keine außergewöhnliche Gefahrenlage zu erkennen ist.“ Auch der Polizei seien Verkehrsunfälle in Zusammenhang mit fehlender Übersicht nicht bekannt, steht in der Antwort des Amtes. Darum werde das Aufstellen eines Verkehrsspiegels als nicht notwendig erachtet. Stattdessen geben sie den Tipp, sich bei unübersichtlichen Straßenstellen vorsichtig in die Kreuzung oder Einmündung „reinzutasten“, bis die Übersicht gegeben ist.

„Wenn ich mich da reintaste, bin ich mit der Schnauze des Autos bereits in der Straße und damit ein Hindernis für die anderen“, ärgert sich Kubelka. Darum halte er ein Reintasten in die Einmündung auch für sehr problematisch und gefährlich. „Ich halte diesen Bereich nach wie vor für eine nicht zu unterschätzende Gefahrenlage“, sagt Kubelka. Er habe sich mit mehreren Anwohnern ausgetauscht, die ihm alle bestätigt hätten, dass sie beim Abbiegen auf die Braunschweiger Straße durch parkende Autos eine schlechte Sicht hätten.

Geschwindigkeit ist ein Problem

In der Nähe gab es bereits einen sehr schweren Unfall, bei dem eine 65-jährige Salzwedelerin ums Leben kam. Das habe aber nichts mit der jetzigen Problematik zu tun, erklärt Kubelka. Problematischer sei neben der verdeckten Sicht die Geschwindigkeit, mit der andere Fahrteilnehmer vorbeirauschen. Er habe das Gefühl, dass die Autos viel zu häufig deutlich schneller als die vorgeschriebenen 50 Stundenkilometer unterwegs seien. „Ich halte daher das Anbringen eines Verkehrsspiegels für notwendig“, fordert Kubelka. Man könnte die Situation auch entschärfen, indem die letzte Parknische an der Braunschweiger Straße vor dem Abzweig zum Am Marschfeld gesperrt würde, um für bessere Sicht zu sorgen, sagt Kubelka. „Ich bin der Meinung, es muss nicht erst was passieren, bevor man was macht!“