Arendsee l Tag der offenen Tür im einstigen Landambulatorium am Arendseer Birkenhain: Zahlreiche Neugierige schauten in der ehemaligen Hausarztpraxis in der ersten Etage vorbei und staunten: Die Räume sind nicht mehr wiederzuerkennen. „Der Umbau hat etwas länger als gedacht gedauert, die Betriebserlaubnis ließ auf sich warten“, erklärte Hausleiterin Anja Grabowski den Gästen und den Kindern ihrer Tagesgruppe.

Ein langer Weg

Die 6- bis 12-Jährigen der Arendseer Tagesgruppe hatten die Gleichaltrigen der Ortwinkler Gruppe zu Besuch und feierten mit ihnen zusammen ihr neues Domizil.

Das ist in hellen Farben gestaltet, hat eine Mischung aus modernem Mobiliar und alten Einrichtungsgegenständen. „Hier diesen schönen grünen Holzschrank mit dazu passendem Tisch und Stühlen haben wir aus Ortwinkel mitgebracht“, so Grabowski. Alles passe perfekt zusammen. Die Mädchen und Jungen fühlen sich dazwischen wohl. Das bestätigten die Genannten.

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Hilfe beim Lernen

Sie erhalten vom Erzieherteam Anja Grabowski und Renate Krause Hilfe beim Lernen, werden gefördert bei der Entwicklung von Sozialkompetenzen und in der Freizeitgestaltung. „Nicht nur hier im Haus haben sie dabei komfortable Bedingungen, sondern auch im Umfeld“, macht Grabowski deutlich. Der See, der Wald und die Stadt böten gute Möglichkeiten.

Das sei wichtig für die Kinder, die besonderen Förderbedarf hätten und individuelle Zuwendung brauchen.

Ein weiteres Betätigungsfeld sei die Zusammenarbeit mit den Eltern und den jeweiligen Schulen in Arendsee, Fleetmark, Pretzier und Salzwedel. „Außerdem sind wir ständig im Kontakt mit dem Jugendamt“, so Grabowski.

Schon lange habe sie die Idee der Arendseer Tagesgruppe mit sich herumgetragen. Schon vor 17 Jahren fing sie an, sich Gedanken zu machen. „Denn gerade diese Kinder mit Förderbedarf brauchen besondere Zuwendung, und wenn die Eltern das nicht allein leisten können, sind wir als Erzieher mit Fachkenntnis gefragt“, schätzte sie ein.

Ziel erreicht

Als sie vor drei Jahren die leerstehende Arztpraxis ins Auge fasste zur Umsetzung ihrer Idee, habe es einen langen Atem gebraucht. Aber dank der neuen Hauseigentümer, dem Bemühen des DRK und der Handwerker sowie der Kollegen sei das Ziel erreicht.

Am Donnerstagnachmittag konnten sich die Besucher am Tag der offenen Tür davon überzeugen. Während die Mädchen und Jungen im Garten hinterm Haus mit Spielen, Kettcar- und Rollerfahren beschäftigt waren, kamen die Erwachsenen miteinander ins Gespräch. Auch Vermieterin Nadine Schütte war dabei, ebenso der praktizierende Zahnarzt Dr. Maximilian Haffner aus der unteren Etage und seine Mitarbeiterinnen.

„Zum Glück haben sie Verständnis dafür, wenn es nachmittags mal etwas lauter zugeht“, meinte Anja Grabowski schmunzelnd.