Vorbeugende Maßnahmen

Informationsweitergabe:

Vorträge und Beratungen mit den Wirtschaftsbeteiligten

Vorträge: Kreisbauernverband, Kreisjägerkonferenz, Führungskräfte des ABC-Fachdienstes

Infohefte für Hegegemeinschaften und Jägerschaften

Flyer mit Hinweisen zur Hygiene bei der Schwarzwildjagd für Jäger und Schulung bei der Probenentnahme.

Kontrolle Biosicherheit:

Intensive Kontrolle der Schweinehalter und Sensibilisierung für die Gefahren.

Beprobung von Fallwild (tote Tiere): Prämienauszahlung des Landes für Proben

Kuriersystem für den Transport

Bereitstellung und Ausgabe von Probenmaterialien.

Der Kreis zahlt als Anreiz für den Abschuss von Wildschweinen die obligatorische Trichinenschau.

Bildung, Ausstattung und Ausweisung von Bergetrupps.

Anschaffung der Ausrüstung für das Bergen von toten Wildschweinen

Schulung und Unterweisung von Fachpersonal

Praktischen Übungen

Sicherung von Mülltonnen auf Parkplätzen

Verstärkte Bejagung

Salzwedel l Die Bedrohung ist schon seit einigen Jahren ernst. Seit die Afrikanische Schweinepest der Grenze zwischen Polen und Deutschland näher kommt, scheint es nur noch eine Frage der Zeit zu sein, bis sich der Erreger auch in ostdeutschen Bundesländern ausbreitet. Ein Umstand der im Veterinäramt des Altmarkkreises die Alarmglocken schrillen lässt-

Zwar gibt es schon seit dem ersten Auftreten der Tierseuche in benachbarten Staaten einen stetig erweiterten Maßnahmenkatalog zur Prävention und zum Vorgehen im Fall eines Ausbruchs, doch aus aktuellem Anlass warnen die Kreis-Veterinäre davor, bei den Sicherheitsvorkehrungen nachzulassen. Das gilt in erster Linie für Landwirte, die Hausschweine halten und ihre Mitarbeiter. Ein Eintrag des Schweinpestvirus in die Bestände würde enorme wirtschaftliche Schäden nach sich ziehen. Wird es in einem Betrieb festgestellt müssen alle Schweine sofort getötet und unschädlich beseitigt werden. Um den Standort würden Schutzzonen eingerichtet, in denen Restriktionen gelten. Das ist auch bei einem Fund von infizierten Wildschweinen der Fall.

Strikte Desinfektion

Der zuständige Kreis-Dezernent mahnt auf strikte Desinfektion zu achten. Denn schon wer über ein Fährte eines infizierten Wildschweins laufe, könne den Erreger in einen Hausschweinebestand eintragen.

Noch mehr fürchten sich die Veterinäre vor Lebensmitteln, die aus osteuropäischen Ländern mit nach Deutschland gebracht werden. An Rastpätzen der Bundesstraßen auf denen Transitverkehr rollt sind entsprechende Schilder mit mehrsprachigen Warnungen und verschließbare Abfallkübel aufgestellt worden. So sollen die Wildschweine nicht an das weggeworfene Wurstbrot oder ähnliches gelangen, dass den Erreger enthalten könnte. Doch diese Maßnahmen haben bisher nicht so gefruchtet, wie erhofft. Die Abfallkörben quellen nach wie vor über, obwohl sie regelmäßig geleert werden. Die Waidmänner im Kreis leisten ihren Beitrag, indem sie Schwarzwildbestand weiter reduzieren und Proben einschicken. Ein erster Erfolg dabei: „In diesem Jahr sind so viele Wildschweine geschossen worden wie in ganz 2018“, informiert Thiele. Die Schweinepest war Thema im Kreis-Umweltausschuss.