Thune/Salzwedel l Der Radtourismus boomt, die positiven Auswirkungen sind in Salzwedel klar zu spüren. Constanze Neuling, Leiterin der Touristinfo weiß: Die Anzahl der Urlauber, die ihre Freizeit auf zwei Rädern genießen wollen, steigt. Immer wieder gibt es Anfragen, was die Gäste in der Region so machen können. Mit einem neuen Angebot soll genau dieser fruchtbare touristische Boden weiter beackert werden. Der „Hanse-Wendland-Radweg“ - dabei handelt es sich um eine 161 Kilometer lange Strecke auf bereits vorhandenen Fahrbahnen ‑ wurde kürzlich in Thune (Niedersachsen) nahe dem Salzwedeler Ortsteil Barnebeck eingeweiht.

Das Dorf befindet an der Schnittstelle zwischen mehreren Regionen und wurde darum ausgewählt. Neben Constanze Neuling konnten weitere Tourismusexperten und politische Vertreter mit Radlern ins Gespräch kommen. Darunter Eckhard Ullrich. Der 80-Jährige machte sich von Hankensbüttel aus auf den Weg und strampelte insgesamt 90 Kilometer. Auch aus anderen Bereichen, vor allem Uelzen, ließen sich Radfahrer nicht vom Regen abhalten.

Salzwedels Vize-Bürgermeister Olaf Meining testete den Abschnitt von der Hansestadt bis nach Thune. Auf einer Fahrrad-App hatte er zuvor gelesen: „anspruchslose Strecke.“ Dies beziehe sich aber nur auf den Grad der nötigen Anstrengung. Was zu sehen ist, sei „anspruchsvoll“.

Geschichte und Natur am Wegesrand

Der entwickelte Radweg entstand unter dem Namen „Alleen-Geschichte“. Er verbindet drei Kulturlandschaften: Altmark, Wendland und Lüneburger Heide. Die Hansegeschichte, Feldsteinkirchen und Markttreiben locken genauso: wie die Natur und die Ruhe. Davon sind die Initiatoren überzeugt.

Die Idee entstand bei einer Messe. Darauf verwies Jürgen Klauß, Geschäftsführer der „Heideregion Uelzen“. Tourismusexperten aus Salzwedel, Lüchow, Bad Bodenteich und Uelzen setzten sich zusammen, sie entwickelten die neue Fahrradtour. Gedruckte Karten gibt es in den verschiedenen Tourist-Infos. Sie sind kostenlos. Über die Internetseiten www.radregion-uelzen.de und www.region-wendland.de können GPS-Tracks heruntergeladen werden. Ein weiterer Vorteil sind aktive Bahnhöfe, die sich an der Strecke befinden, sodass Touristen bei Bedarf in Züge steigen können.