Salzwedel l Noch deutet nichts darauf hin, dass schon Ende August wieder Leben im östlichen Flügel des Mehrgenerationenhauses (MGH) herrschen soll. Trotzdem ist Bürgermeisterin Sabine Blümel optimistisch, dass es klappt. Die Zeit drängt. Mit dem Start in die Sommerferien beginnen die Sanierungsarbeiten an der Perver-Grundschule. Wenn die Schüler am 27. August aus den Ferien zurückkehren, sollen sie in Containern lernen, die auf dem Außengelände des MGH stehen. Im Haus selbst sollen Lehrerzimmer, Sekretariat und weitere Räume für die Schule renoviert werden. Nach den Weihnachtsferien ziehen dann die Lessing-Grundschüler dort ein, wenn in ihrem Schulgebäude die Arbeiten beginnen, die nicht bei laufendem Unterrichtsbetrieb umzusetzen sind.

Zum Teil neue Fenster, Reparaturen an der Heizungsanlage und weitere Renovierungsleistungen seien erforderlich. „Die Arbeiten laufen bereits“, erklärt die Bürgermeisterin. Gestern herrschte allerdings noch Ruhe. Vielmehr hat sich die Natur dort üppig ausgebreitet. Auch auf den großzügigen Flächen der ehemaligen Kindertagesstätte, die einem botanischen Garten gleichen. Zu den Kosten äußerte sich Blümel nicht. Die Sanierung wird ohne Fördergeld aus dem Stadthaushalt finanziert.

Umzug in einem Jahr

In etwa einem Jahr, wenn die Lessingsschüler ihr Schulgebäude wieder in Beschlag nehmen können, sollen die sozialen Einrichtungen des MGH und der Jugendtreff vom westlichen in den dann instandgesetzten östlichen Flügel umziehen. Für den maroderen Gebäudeteil, in dem die Einrichtungen momentan ihr Domizil haben, ist die Abrissbirne vorgesehen. Finanzieren will die Verwaltung dies über eine Förderung aus dem Programm Stadtumbau Ost. Dabei gibt es jeweils zur Hälfte Geld von Bund und Land.

„Das ist eine tragfähige Lösung“, schätzte die Bürgermeisterin ein. Schon seit Längerem wird über den schlechten baulichen Zustand des Hauses diskutiert.

Trägerschaft wird neu ausgeschrieben

„Die Hansestadt bekennt sich zum MGH“, sagte Blümel. Das muss sie auch, wenn sie die nächste Förderperiode des Bundesprogramms „Miteinander-Füreinander“ in Anspruch nehmen will. In Aussicht stehen 30  000 eventuell sogar 40  000 Euro jährlich. Allerdings muss die Stadt die Einrichtung für weitere acht Jahre vorhalten, von 2021 bis mindestens 2028. Das gilt dann auch für den Jugendtreff, der jedes Jahr mit 60  000 Euro aus der Stadtkasse finanziert wird und untrennbar mit dem MGH verbunden ist, wie Blümel betonte.

Momentan betreibt die Arbeiterwohlfahrt (Awo) beide Einrichtungen. Zum Ende des Jahres soll die Trägerschaft neu ausgeschrieben werden.