Salzwedel l Eine neue Asphaltdecke, teilweise eine erneuerte Tragschicht, der Innenring mit Beton befestigt und etwas angehoben – so soll der Schillerstraßen-Kreisverkehr aussehen, wenn die Sanierungsarbeiten abgeschlossen sind. Die südliche Hälfte ist geschafft. Ab 17. August wird am nördlichen Teil gebaut, weiter geht es mit dem Ausbau der Ortsdurchfahrtsstraße Richtung Lokschuppenkreisel und mit dessen südlichem Halbkreis. Rund 1,3 Millionen Euro werden in die Erneuerung dieses Abschnittes der Bundesstraße 71 in Salzwedel investiert. Die Fertigstellung ist für den 25. September anvisiert.

Kein Verkehrschaos befürchtet

Die Autofahrer müssen sich erneut auf Straßensperrungen einstellen, ab 14. August gibt es eine geänderte Verkehrsführung. Ein Verkehrschaos wie Mitte Juli wird nicht befürchtet, weil die Änderungen nicht so gravierend sind wie zum Start der Bauarbeiten. „Der Verkehr wird weiterhin über die Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße/Schillerstraße geführt und mit einer Baustellen-Ampelanlage geregelt“, erklärt Kreissprecherin Birgit Eurich. In Richtung Ritzer Brücke und Gewerbegebiet Ost geht es über den neugebauten Teil des Schillerstraßenkreisels, zu erreichen wie bisher über die Rechtsabbiegerspur, zur Thälmannstraße.

Gesperrt bleiben die südliche Zu- und Ausfahrt des Kreisverkehrs ab Höhe Aral-Tankstelle. Gleiches gilt für die westliche Zufahrt zur Kreuzung Ernst-Thälmann-Straße/Schillerstraße aus Richtung Innenstadt. Am Lokschuppenkreisel erfolgt die Verkehrsregelung mit einer Ampel.

Der Pkw-Verkehr in und aus Richtung Uelzen/Lüchow wird über die Thälmann-Straße, die Karl-Marx-Straße und den Schäferstegel in beiden Richtungen umgeleitet. Die Umleitung des Lkw-Lieferverkehrs erfolgt über das Gewerbegebiet West.

„Für die Zeit der Arbeiten am zweiten Bauabschnitt wird die Bushaltestelle „Thälmannstraße“ auf der Seite des Seniorenzentrums Vita außer Betrieb genommen“, erklärt die Kreissprecherin. Die Haltestellen „Grundschule Lessing“ bleiben bestehen. Der Lkw-Durchgangsverkehr wird während der Gesamtbaumaßnahme weiträumig umgeleitet. Dabei hoffen die Verkehrsplaner, dass sich die Fahrer daran halten.

Alternative Strecken bei Einsätzen

Dass die halbseitige Sperrung des zentralen Verkehrsknotenpunktes der Stadt Salzwedel am Schillerkreisel nicht nur ortskundige Autofahrer auf Schleichwege sinnen lässt, bestätigt eine Anfrage der Volksstimme bei den Rettungs- und Ordnungskräften der Hansestadt Salzwedel. Nach Auskunft eines Sprechers des Polizeireviers Altmarkkreis Salzwedel nutzten die Beamten bei ihren Streifenfahrten „alternative Strecken". Anders liege die Situation bei „eilbedürftigen Einsatzfahrten." In solchen Fällen helfen Blaulicht und Sirene zu freier Fahrt auch auf Gegenfahrbahnen oder in gesperrte Bereichen. Im Blick auf die Einsatzbereitschaft der Polizei stellten die Baustellen in Salzwedel kein Problem dar.

Das Deutsche Rote Kreuz  (DRK) setzt bei der Umfahrung des Nadelöhrs am Zugang zur Stadt auf ein Computer-System. Einsatzleiter Steffen Heidler: „Mitarbeiter müssen sich morgens im Computer anmelden und sind so über die aktuelle Situation informiert." Hinterlegt sei derzeit auch die Vollsperrung durch den Brückenbau zwischen Salzwedel und Böddenstedt. Für zusätzliche Sicherheit sorge, dass Informationen über Verkehrsbehinderungen bei der Übergabe der Rettungswagen an die jeweils nächste Besatzung geleitet werden. Als hilfreich bezeichnete Heidler schließlich, dass Rettungsfahrzeuge schmal genug seien, um die meisten Engstellen passieren zu können.

Bei der Feuerwehr schließlich sorgt ein „runder Tisch" dafür, dass die Durchfahrtsbreiten der Einsatzfahrzeuge  und mögliche Anfahrten schon bei der Planung von Baustellen berücksichtigt werden, sagt Ortswehrleiter Mario Müller. Solcherart vorbereitet sicherten Blaulicht und Sirene das sicher Durchkommen der Feuerwehr.