Arendsee l Die Firma Geo Exploration Technologies GmbH (GET) habe nicht mehr vor, mögliche weitere altmärkische Gasfelder und Erdöl aufzuspüren. Davon ist die Bürgerinitiative „Saubere Umwelt und Energie Altmark“ überzeugt und hat eine Pressemitteilung veröffentlicht. Wasserwirtschaftsingenieur Bernd Ebeling habe am Freitag bei dem Unternehmen nachgefragt und die Antwort erhalten: Die GET sei aus allen fossilen Projekten ausgestiegen. Dazu gehöre die Entscheidung, im sogenannten „Aufsuchungsfeld Thielbeer“ alle Tätigkeiten einzustellen.

Landrkeis Stendal

Aber nicht nur die Gemarkung dieses Ortsteiles der Einheitsgemeinde Arendsee stand im Fokus, sondern auch weitere Teile der Landkreise Salzwedel und Stendal. Das Unternehmen hatte zuvor bereits seinen Rückzug aus den niedersächsischen Gebieten Weste und Prezelle verkündet. „Ursprünglich wollte die GET fünf Jahre lang bis zum Jahr 2024 nach Erdgas- und Erdölvorkommen suchen, und bei entsprechender Erfolgsaussicht Bohrungen niederbringen“, schreibt Dr. Christfried Lenz, Sprecher der Bürgerinitiative.

Die Firma und auch das Lan­des­amt für Geo­lo­gie und Berg­we­sen Sachsen-​Anhalt haben bislang noch nicht Stellung zu den aktuellen Entwicklungen und den Äußerungen BI bezogen. Als die Pläne, nach Erdgas und Erdöl zu suchen, 2019 bekannt wurden, gab es eine von der Bürgerinitiative initiierte Einwohnerversammlung in Arendsee. Schnell wurde klar: Die Anwesenden sind gegen die Pläne. Eine Resolution wurde an GET und das Landesbergamt geschickt.

Die Einheitsgemeinde hatte einst auch Interesse an Bergbaurechten für die Region. Allerdings nicht, um nach Öl und Gas zu suchen. Vielmehr ging es darum, die vorhandene Thermalquelle für Kurzwecke zu nutzen. Doch dies scheiterte an fehlenden Investoren.