Salzwedel l Im Pretzierer Neubaugebiet zwischen Groß Chüdener Chaussee und der Amerikalinie ist es an vielen Stellen aufgrund der Bepflanzung an den Wegen gefährlich eng. Dies beanstandete die Feuerwehr bereits im vergangenen Jahr, eine Begehung des Ortschaftsrates mit Mitarbeitern der Stadtverwaltung folgte im Herbst 2017.

Zur Ortschaftsratssitzung im Pretzierer Gemeindebüro hatte Bauamtsleitern Martyna Hartwich am Montagabend zu diesem Thema Verstärkung mitgebracht. Birger Buczkowski, Anwohner und Mitglied der Arbeitsgemeinschaft Stadtgrün, informierte über die Möglichkeiten, für größere Fahrzeuge wieder mehr Platz zu schaffen. Demnach sollen 22 Bäume „entnommen werden“, wie Buczkowski erklärte.

„Die Müllabfuhr fährt bei uns ständig über die Randsteine“, berichtete Guido Hein den Verwaltungsmitarbeitern und dem Ortschaftsrat. Der Anwohner schlug vor, gar keine neuen Bäume zu pflanzen. „Das müssen wir aber“, verwies Martyna Hartwich auf den Bebauungsplan.

Schäden an Gehwegen

Die Bauamtsleiterin hatte zuvor auch darüber informiert, dass das Wurzelwerk der aktuellen Bäume bereits Schäden an Gehwegen verursacht habe. „Damals sind einfach die falschen Bäume gepflanzt worden“, blickte sie gut zwei Jahrzehnte zurück. „Da besteht Unfallgefahr, auch deswegen müssen wir tätig werden“, ergänzte Hartwich.

Die Kronen der Bäume seien unterdessen bereits freigeschnitten worden, hieß es während der Sitzung weiter. „Ein Einsatz der Feuerwehr ist gewährleistet“, erklärte Hartwich. Birger Buszkowski betonte jedoch, dass für die Zukunft eine grundsätzliche Lösung gefunden werden müsse. „Da stehen einfach die falschen Bäume“, nannte Buczkowski zum Beispiel den Kugelahorn. „Der kann da nicht wachsen“, so der Experte.

22 neue Bäume pflanzen

Mit seinem Vorschlag, Buczkowski hatte entsprechende Pläne mitgebracht, wird sich der Ortschaftsrat nun genauer auseinandersetzen. Demnach sollen an 22 von 43 Baumstandorten neue Gewächse gepflanzt werden. „Also schmalwachsende Gehölze“, schlug Buczkowski Feldahorn, Spitzahorn, Säulen-Hainbuche und Winterlinde vor. „Wir müssen das nicht sofort umsetzten“, erklärte Martyna Hartwich und nannte einen Zeitrahmen von zwei bis drei Jahren.

Eine weitere Anwohnerin appellierte an den Ortschaftsrat, auch noch einen Blick auf die Parksituation in dem Wohngebiet zu werfen. Nach dem Neubau eines Mehrfamilienhauses habe sich die Situation verschärft. Ortsbürgermeister Herbert Schulze versprach, den Hinweis an das Ordnungsamt weiterzuleiten.