Salzwedel l An den folgenden drei Kreuzungen in der Hansestadt ist das Unfallrisiko besonders groß, zeigt die Statistik der Polizei. Gegenmaßnahmen sind allerdings in Planung.

Westermarkt- / Neutorstraße

Die Kreuzung am Amtsgericht haben die Polizei und das Salzwedeler Ordnungsamt schon lange im Visier. Als größtes Problem wurde die Zweispurigkeit der Westermarktstraße identifiziert.

„Dass sich die Fahrbahn aufteilt in jene, die rechts abbiegen, und jene, die geradeaus oder nach links fahren, hat zu einer großen Unübersichtlichkeit und zu abnormal vielen Unfällen geführt“, berichtet Frank Semisch. Dies umso mehr, weil viel Schulbusse an der engen Stelle nach rechts in Richtung der Comenius-Schule abbiegen und dafür meist weit ausholen müssen. Damit wird außerdem der Verkehrsfluss aufgehalten.

In Zusammenarbeit mit der Stadt wird in Bälde gegengesteuert. Dem Vorschlag des Verkehrskonzeptes folgend, wird die Fahrbahn der Westermarktstraße verengt. Die rechte Abbiegerspur verschwindet. „Wir erhoffen uns auch mehr Sicherheit für die querenden Radfahrer“, gibt Kirsten Schwerin, Mitarbeiterin in der Stadtverwaltung, Auskunft.

Brücken- / Thälmann-Straße

An dieser Stelle krachte es vor allem, wenn Verkehrsteilnehmer auf die Thälmann-Straße einbiegen wollten. Mittlerweile wurde darauf reagiert. Die Verkehrsschilder sind größer als in Orten üblich, auf dem Beton wurde der Radweg farblich markiert. Außerdem wurde der Verlauf der Fahrradspur geändert, seit einiger Zeit müssen sie einen Bogen fahren. „Wir behalten uns aber weitere Maßnahmen vor“, so Frank Semisch. Etwa werde darüber nachgedacht, dort ein Stoppschild aufzustellen.

Kreuzung am Filmpalast

Dieser Abschnitt der Ernst- Thälmann-Straße ist besonders tückisch, weil sich hier die Fahrspuren in drei Richtungen aufteilen. „Es fällt auf, dass häufig Ortsfremde in Unfälle verwickelt sind“, sagt Frank Semisch. Die für viele unübersichtliche Situation führe zu überhasteten Spurwechseln, um doch noch die richtige Richtung einzuschlagen. Dabei werden andere Verkehrsteilnehmer schlicht übersehen. Maßnahmen, um die Zahl der Unfälle zu reduzieren, haben bisher noch keine Wirkung gezeigt. Die Landesstraßenbaubehörde, als sogenannter Baulastträger für die Bundesstraße zuständig, sei aber dabei, weitere Möglichkeiten zu finden, um das Unfallrisiko zu senken.